PSIB fordert Kehrtwende bei der Flächenpolitik
Der PSIB hat die balearische Regierung in Palma auf Mallorca aufgefordert, nach den Protesten gegen touristische Überfüllung ihre aus Sicht der Sozialisten „zerstörerische“ Flächenpolitik zu beenden. Die Partei erklärte am 19. August 2026, die bisherige Politik habe die Balearen zum Verkauf gestellt.
Die sozialistische Abgeordnete Mercedes Garrido verwies auf zwei Demonstrationen im Sommer: die Menschenkette in Es Trenc auf Mallorca sowie die Kundgebung Ende Juli in Palma auf Mallorca. Beide Aktionen hätten sich gegen Eingriffe in das Gebiet und die Küste sowie gegen den Verkauf von Mallorca, Menorca, Eivissa und Formentera gerichtet.
Vorwurf zugunsten von Spekulanten
Der PSIB forderte die Regionalregierung und die Partido Popular zur Kurskorrektur auf. Die Maßnahmen dienten nach Darstellung der Sozialisten nicht dem Gemeinwohl, sondern den Interessen von Spekulanten und ausländischen Investoren.
Garrido warf der Partido Popular unter Regierungspräsidentin Prohens vor, Vorschriften verdeckt geändert zu haben. Dabei habe die Partei eine Anordnung eines Ministeriums per Gesetz geändert, weil ein ordentliches Verfahren mit den notwendigen Berichten nicht möglich gewesen sei, erklärte die Abgeordnete.
Kritik an Baupolitik und Ressourcennutzung
Statt das Gebiet zu schützen, ermögliche die Regierung aus Sicht des PSIB unkontrolliertes Bauen und beanspruche natürliche Ressourcen in erheblichem Umfang. Garrido nannte zudem die Regelungen zu den „xibius“ an den Stränden als weiteres Beispiel für Änderungen zugunsten einzelner Interessen.
Die Sozialisten sehen darin einen Widerspruch zwischen den öffentlichen Aussagen der Partido Popular und ihrer tatsächlichen Politik. Garrido bezeichnete die Änderung als Maßnahme, die für diejenigen vorgenommen worden sei, die eine Anpassung der Regeln benötigten.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com