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PSIB: Galmés nutzt Migranten als politische Munition

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Der Streit um minderjährige Migranten auf Mallorca wird schärfer. Der PSIB wirft dem Präsidenten des Inselrats von Mallorca, Llorenç Galmés, vor, die jungen Menschen für politische Angriffe auf die spanische Regierung zu nutzen. Die Sozialisten reagierten damit auf seinen Besuch in Ses Salines auf Mallorca.

El presidente del Consell de Mallorca, Llorenç Galmés, en su visita a un depósito donde se acumulan las pateras llegadas a la isla.
Europa Press

PSIB-Sprecherin Catalina Cladera kritisierte, die Minderjährigen würden als Material für die politische Auseinandersetzung behandelt. Galmés habe nach Angaben der Partei zudem nicht erklärt, wie viele minderjährige Migranten der Inselrat betreut.

Kritik an Debatte über Boote und Rückführungen

Cladera kritisierte, dass Galmés erneut über Boote, Rückführungen und Frontex spreche. Frontex ist die europäische Agentur für Grenz- und Küstenwache. Die PSIB-Politikerin verwies zugleich auf Vox, das nach ihrer Darstellung für eine reguläre Aufnahmekapazität von null für minderjährige Ausländer eingetreten sei.

Die Ankunft von Menschen in kleinen Booten dürfe nach Ansicht Claderas nicht auf Zahlen, Probleme oder Schlagzeilen reduziert werden. Der PSIB beschuldigt Galmés, parteipolitische Interessen über das Leben der Betroffenen zu stellen.

PSIB fordert abgestimmte Aufnahme

Die Sozialisten verlangen vom PP auf Mallorca eine klare Antwort: Ob dessen Politik auf Verantwortung sowie den Menschen- und Kinderrechten beruhe oder zunehmend vom Diskurs von Vox beeinflusst werde. Cladera fordert eine gemeinsame und koordinierte Antwort mit Spanien und Europa.

Grenzen zu kontrollieren, Schleuserbanden zu bekämpfen und Migrationsbewegungen zu ordnen, müsse nach ihrer Aussage möglich sein, ohne die Menschlichkeit zu verlieren. Politische Blockaden und interessengeleitete Konfrontationen lehnt der PSIB ab.

Themen: Migration · Soziales · Polizei · Politik · Ses Salines

Quelle: Europa Press / Mallorca.com