PSOE startet Mallorca-Programm gegen Wohnungsnot
In Lloret de Vistalegre hat die PSOE ihr Wahlprogramm für 2027 angeschoben. Im Mittelpunkt stehen Wohnungsnot, Überlastung der Insel und der Kampf gegen den Klimawandel.
Die Sozialistische Föderation Mallorcas (FSM) eröffnete am Samstag mit ihrem politischen Rat den Prozess für die Wahlen im Mai 2027. Parteichefin und Kandidatin für das Amt der Consell-Präsidentin, Amanda Fernández, leitete das Treffen. Dabei waren auch Llorets Bürgermeisterin Sofia Alonso, der örtliche PSOE-Chef Xisco Arrom und die PSIB-Kandidatin für das Govern, Rosario Sánchez.
Mieten, Staus und Überlastung
Fernández sagte, Mallorca erzeuge zwar viel Wohlstand. Dennoch könnten viele arbeitende Menschen ihre Miete nicht bezahlen, Familien lebten in prekären Verhältnissen und junge Menschen verließen die Insel, weil ein Leben auf Mallorca zum Privileg geworden sei.
Sie verwies außerdem auf Überlastung und Staus. Tausende Menschen verlören nach ihren Worten täglich Lebenszeit auf dem Weg zur Arbeit. Fernández warf Govern-Präsidentin Prohens und Consell-Präsident Galmés vor, auf diese Probleme seit drei Jahren keine ausreichenden Antworten zu geben.
Als Zeichen des Unmuts nannte sie die Mobilisierung von 10.000 Menschen für den Schutz von es Trenc sowie von 70.000 Menschen gegen die Überlastung Mallorcas in diesem Sommer. Das Modell der PP sei nicht nachhaltig, erklärte Fernández.
Konferenz als Start für das Wahlprogramm
Der politische Rat soll nun eine insulare und kommunalpolitische Konferenz auf den Weg bringen. Sie bildet nach Angaben der FSM den ersten Baustein für das sozialistische Wahlprogramm 2027.
Der Prozess soll für die Zivilgesellschaft und die Bevölkerung offen sein. Die Partei will nach eigenen Angaben Menschen aus jedem Ort und jedem Viertel einbeziehen. Fernández kündigte an, neben Wohnen und Überlastung auch Mobilität, den Schutz des Gebiets sowie Angebote für ältere Menschen in den Mittelpunkt ihres Projekts zu stellen.
Am Freitag hatten zudem mehr als 300 Menschen in Alcúdia dem im April im Alter von 41 Jahren gestorbenen Joan Gaspar Vallori gedacht. Vallori war Insel-Direktor für Tourismus und PSOE-Stadtrat in Alcúdia.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com