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Psychische Probleme: 25 Prozent mehr Karies bei Erwachsenen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Zahnschmerzen, unbehandelte Karies und erkranktes Zahnfleisch: Erwachsene mit psychischen Problemen sind davon besonders häufig betroffen. Darauf weist der spanische Zahnärzterat am 9. Oktober in Madrid zum Welttag der psychischen Gesundheit hin. Nach Angaben des Rats haben Betroffene 25 Prozent mehr Karies als die Allgemeinbevölkerung.

Zahnschmerzen und Angst vor dem Zahnarzt

Fast die Hälfte der Erwachsenen mit psychischen Problemen leidet laut dem Rat an Erkrankungen des Zahnhalteapparats. Zwei von drei hatten im vergangenen Jahr Zahnschmerzen, mehr als ein Drittel hat unbehandelte Karies.

Der Rat beschreibt mehrere mögliche Gründe: Manche Betroffene vernachlässigen ihre Mundhygiene. Andere meiden wegen ihrer Angst vor einer Behandlung regelmäßige Zahnarztbesuche. Bei Menschen mit Bulimie kann die Säure des Erbrochenen die Zähne angreifen. Bestimmte Medikamente können zudem Mundtrockenheit auslösen.

Zahnprobleme belasten auch das Wohlbefinden

Der Zusammenhang kann in beide Richtungen wirken. Wenn Zahnprobleme das Essen erschweren oder zum Verlust von Zähnen führen, können sie laut dem Rat soziale Kontakte, Selbstwertgefühl und Lebensqualität beeinträchtigen. Dessen Präsident Óscar Castro betont, dass Zahnärzte Menschen gezielter betreuen können, wenn sie von psychischen Problemen und eingenommenen Medikamenten wissen.

Was der Zahnärzterat empfiehlt

Auch wenn der Alltag schwerfällt, rät der Rat zum Zähneputzen mindestens zweimal täglich für jeweils zwei Minuten mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Hinzu kommen die Reinigung der Zahnzwischenräume und regelmäßige Zahnarztbesuche. Wer Angst vor einer Behandlung hat, kann das dem Praxisteam vorab mitteilen, damit es sich darauf einstellt.

Themen: Gesundheit

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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