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Mallorca: Streit um geplante QR-Codes auf Wahlzetteln

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Ein Fehler beim Lesen eines QR-Codes könnte bei der Gewerkschaftswahl der Lehrkräfte eine Stimme ungültig machen – das befürchtet die Gewerkschaft SIAU. In einer Mitteilung aus Palma auf Mallorca kritisiert sie am 6. Oktober 2026 den Start des Wahlverfahrens. Sie wirft der Verwaltung mangelnde Transparenz und fehlende Garantien vor.

Streit um Stimmzettel und Kandidaturen

Nach Angaben von SIAU will die Verwaltung auf den Stimmzetteln für jede Kandidatur einen eigenen QR- oder CSV-Code anbringen. Ein Fehler beim Lesen oder Überprüfen des Codes könnte dann die Gültigkeit einer Stimme beeinträchtigen. Die geltenden Vorgaben für die Stimmzettel sähen das nicht vor, erklärt die Gewerkschaft.

SIAU wendet sich auch dagegen, Kandidaten zwingend in einer Computeranwendung registrieren zu müssen. Nach ihrer Auslegung reicht die Anmeldung beim zuständigen Wahlvorstand.

Gewerkschaft fordert klare Regeln

Laut SIAU fehlen ihr noch ein abgestempelter Wahlkalender mit Uhrzeiten, eine E-Mail-Adresse für den Kontakt zu den Wahlvorständen, die Namen ihrer Mitglieder und ein Wählerverzeichnis. Die Gewerkschaft hat deshalb bei den koordinierenden Wahlvorständen formell Beschwerde eingelegt. Sie fordert Kriterien, die das geltende Wahlrecht einhalten.

Vor vier Jahren habe SIAU keine Anfechtung einreichen müssen. Ob das diesmal so bleibe, bezweifelt die Gewerkschaft angesichts des bisherigen Starts.

Themen: Arbeitsmarkt · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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