Räumung in Madrid: PSIB will Mietdeckel auf den Balearen
Maricarmen hat nach einer Zwangsräumung in Madrid ihre Wohnung verloren. Ihr Fall soll nun die Wohnungspolitik auf den Balearen verändern: Die sozialistische Partei PSIB forderte am Montag, dem 28. September, in Palma auf Mallorca einen Mietdeckel.
PSIB-Politikerin Rosario Sánchez sprach nach einem Treffen mit der Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH), einer Plattform für von Hypotheken betroffene Menschen, von einem „Wendepunkt“. Die Organisation habe ihr berichtet, auf den Balearen gebe es viele Menschen in ähnlich schwierigen Lagen: Menschen, denen eine Räumung drohe, Berufstätige, die die Inseln verlassen müssten, und Rentner, deren Geld wegen der hohen Wohnkosten nicht reiche.
Sánchez wirft der balearischen Regionalregierung vor, Spekulation zuzulassen. Sie verwies auf das staatliche Wohnungsgesetz, das eine Begrenzung der Mieten ermögliche. Nach dem balearischen Wohnungsgesetz könnten zudem leer stehende Wohnungen großer Eigentümer enteignet und als Sozialwohnungen vermietet werden.
Als weiteres Beispiel nannte Sánchez die städtische Beratungsstelle gegen Zwangsräumungen in Palma. Die neue Stadtregierung der konservativen Volkspartei PP habe sie zu Beginn der Wahlperiode geschlossen. Sánchez kündigte an, den Anstieg der Mieten begrenzen zu wollen. Ob die Regionalregierung eine der von ihr genannten Möglichkeiten nutzt, geht aus ihren Äußerungen nicht hervor.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com