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Palma: Nach Zwangsräumung schläft Pilar im Auto

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Pilar López hat den Sommer in Palma in ihrem Auto verbracht. Nach einer Zwangsräumung musste die frühere Hotelangestellte nach eigenen Angaben zeitweise auf der Straße schlafen. Am Donnerstag schilderte sie ihre Lage unter Tränen im Rathaus von Palma.

Archivo - Una mujer tras ser desalojada de un edificio.
Europa Press

López sagt, sie beziehe 480 Euro Rente für Menschen über 52 Jahre und habe 40 Jahre in der Hotellerie gearbeitet. Seit Juli habe sie im Auto geschlafen, sich mit einer Schüssel bei Mercadona gewaschen und in Ciudad Jardín geduscht. Inzwischen wohnt sie in einem Hostal in Secar de la Real.

Wohnung verkauft, Räumung mit einem Tag Vorlauf

Die Frau lebte nach eigenen Angaben in einer Wohnung in der Straße Joan Crespí in Palma. Sie erklärt, die Bank habe die Wohnung an einen sogenannten Geierfonds verkauft. Mit nur 24 Stunden Vorlauf sei sie aufgefordert worden, die Wohnung am 2. Juni zu verlassen.

Zunächst sei ihr angeboten worden, 60.000 Euro für den Auszug zu zahlen, später 10.000 Euro, berichtet López. Eine Empfehlung, auf die Halbinsel zu ziehen, lehnt sie ab. Sie lebe seit 1987 auf Mallorca und wolle die Insel nicht verlassen.

Sozialdienste zahlen Unterkunft mit

Das Rathaus von Palma teilt mit, dass die kommunalen Sozialdienste López seit 2019 in mehreren Phasen betreuen. Ihr Fall sei weiter offen, eine feste Sozialarbeiterin sei zuständig.

Nach der Zwangsräumung im Juni 2026 beantragten die Sozialdienste demnach finanzielle Hilfe für eine Unterkunft in einer Pension. López erhält laut Rathaus außerdem soziale Begleitung, Unterstützung bei Behördengängen sowie Beratung zu ihrer Wohnsituation und zu Sozialmietverträgen.

Themen: Wohnen & Immobilien · Soziales · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com