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Palma: Rund 2.500 Menschen fordern Räumungsstopp

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

„Maricarmen ist nicht allein“, rufen Demonstrierende am Montag auf der Plaza de Cort in Palma auf Mallorca. Rund 2.500 Menschen kommen dort laut dem Sindicat de Llogateres de Mallorca zusammen. Sie fordern ein Verbot von Zwangsräumungen und die unbefristete Verlängerung von Mietverträgen.

Concentración en la plaza de Cort de Palma por el 'decreto Maricarmen'.
Europa Press

Was die Demonstrierenden verlangen

Die Forderungen stehen in einem geplanten Maßnahmenpaket, das die Demonstrierenden „Dekret Maricarmen“ nennen. Der Name bezieht sich auf eine ältere Frau, die am vergangenen Mittwoch in Madrid zwangsgeräumt wurde. Ihr Fall löste Proteste in ganz Spanien aus.

Das Paket soll nach dem Willen der Demonstrierenden auch Mieterhöhungen einfrieren. Zudem verlangen sie eine Gesetzesänderung gegen den aus ihrer Sicht missbräuchlichen Einsatz befristeter Mietverträge und einzelner Zimmerverträge.

Druck auf die Regierung vor Dienstag

Gewerkschaftssprecher Óscar Martínez fordert die spanische Regierung auf, das gesamte Paket am Dienstag im Ministerrat zu verabschieden. Sie dürfe angesichts der Proteste kein „verstümmeltes Dekret“ vorlegen, sagt er. Sollte die Regierung die Forderungen nicht erfüllen, werde das Sindicat de Llogateres weiter für eine Änderung der Wohnungspolitik kämpfen.

Unterstützung erhält die Kundgebung auch vom Sindicat de l'Habitatge de Palma und der Coordinadora por la Vivienda de Baleares.

Themen: Arbeitsmarkt · Wohnen & Immobilien · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com