Spanien: 421.000 regularisierte Ausländer mit Job
In Spanien waren zum 30. September nach Regierungsangaben 421.000 regularisierte Ausländer bei der Sozialversicherung gemeldet. Die Gewerkschaft Comisiones Obreras (CCOO) sieht darin Jobs mit Rechten und Sozialschutz. Sie erklärte am Freitag, 2. Oktober, in Madrid, dass ein Teil dieser Arbeit schon vor der außerordentlichen Regularisierung existierte.
Mehr Beschäftigte – und mehr Arbeitslose
CCOO zufolge trägt die Regularisierung zum Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei. Das zeigt sich nach Ansicht der Gewerkschaft besonders in Bereichen mit vielen ausländischen Arbeitskräften: in Privathaushalten, der Landwirtschaft, dem Bau und dem Gastgewerbe.
Zugleich melden sich Menschen, die am Verfahren teilnehmen, bei den öffentlichen Arbeitsämtern. Unter den im September als arbeitslos gemeldeten Personen waren laut CCOO 56.476, die an der Regularisierung teilgenommen hatten. Trotz des Anstiegs der registrierten Arbeitslosigkeit entstehe weiter Beschäftigung, betont die Gewerkschaft.
CCOO fordert höhere Löhne
Die Gewerkschaft verweist auch auf die Art der neuen Jobs: Neun von zehn zusätzlichen Angestelltenstellen im Vergleich zum Vorjahr seien unbefristet. Im September wurden knapp 1,6 Millionen Arbeitsverträge geschlossen, darunter 707.000 unbefristete. Das waren 44,2 Prozent aller Verträge. Im Jahresvergleich stieg die Zahl unbefristeter Verträge um 6,5 Prozent.
CCOO fordert nun bessere Löhne und Maßnahmen, die den Zugang zu Wohnraum erleichtern und die Lebenshaltungskosten für arbeitende Familien senken.
Themen: Arbeitsmarkt · Landwirtschaft · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com