Reisekrise: Reisebüros fordern Schutz bei Stornos
Wenn eine Krise Reisen platzen lässt, müssen Reisebüros Stornos bearbeiten und Urlaubern helfen. Der Reisebüroverband UNAV-Fetave fordert deshalb klare Regeln, die Reisende schützen, ohne die Kosten allein den Agenturen aufzubürden. Verbandspräsident César Gutiérrez sprach darüber am Donnerstag bei einer Fachtagung in Madrid.
Wer bei einer Krise zahlt
Nach Angaben von Gutiérrez müssen Reiseveranstalter mitunter für Leistungen einstehen, die sie nicht selbst erbringen. Die Kosten könnten sie später nicht immer von den Anbietern zurückholen. Er fordert deshalb, Verantwortung und Risiken entlang der gesamten Reisekette besser zu verteilen.
Die Rechtsdirektorin des Verbands, María Dolores Serrano, verwies auf den Schutz durch Pauschalreisen. Bei außergewöhnlichen Umständen wie einer Pandemie, einem Konflikt oder einer Naturkatastrophe können Reisende je nach Fall Anspruch auf Erstattung, Unterstützung und gegebenenfalls Rückbeförderung haben. Die Regeln müssten zugleich für die Unternehmen klar und umsetzbar sein, sagte Serrano.
Verband verlangt Hilfe für Reisebüros
UNAV-Fetave will präzisere europäische Regeln für Erstattungen, Hilfeleistungen und die Pflichten von Veranstaltern und Reisevermittlern. Anlass der Aussagen war eine Tagung der Tourismusabteilung der Madrider Anwaltskammer zum Schutz von Reisenden in Krisen.
Angesichts der Nahostkrise hatte der Verband den zuständigen Ministerien bereits Finanzierungshilfen, Unterstützung bei Stornierungen und außergewöhnlichen Betreuungskosten sowie einen dauerhaften Austausch mit der Verwaltung vorgeschlagen. Für von den Bränden dieses Sommers betroffene Agenturen hatte UNAV-Fetave zudem juristische Beratung und Handlungsempfehlungen bereitgestellt.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com