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Marratxí: Neue Residenz schafft zehn Kinderplätze

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen können in Marratxí künftig für einen oder mehrere Tage in der neuen Residenz Nola bleiben. Die betreute Einrichtung auf dem Gelände der Stiftung Aspace Baleares ist nach Angaben der Initiatoren die erste spezialisierte Residenz dieser Art auf Mallorca. Sie bietet zehn Plätze für Kinder und weitere zehn für Erwachsene.

Una de las habitaciones de la nueva residencia La Nola.
Europa Press

Auf rund 500 Quadratmetern gibt es Einzel- und Doppelzimmer, Gemeinschaftsräume, Ruhezonen und an die Bedürfnisse der Bewohner angepasste Außenbereiche. Familien sollen dadurch Zeit für andere Verpflichtungen oder nötige Erholung bekommen, während ihre Kinder professionell und individuell betreut werden.

Aus eigener Erfahrung entstanden

Anja von Enden und ihr Mann James von Enden haben das Projekt angestoßen. Das Paar hatte eine Tochter mit Zerebralparese, die 2021 im Alter von sieben Jahren starb.

Die Erfahrung als Eltern habe ihnen gezeigt, wie schwer es für Familien sei, qualifizierte Betreuung und verlässliche Entlastung zu finden. Viele Familien auf der Insel könnten sich keine private Betreuungskraft leisten, erklärte Anja von Enden bei der Vorstellung der Residenz.

900.000 Euro für den Start

Die Anfangsinvestition für die neuen betreuten Residenzen innerhalb der Stiftung Aspace wurde auf rund 900.000 Euro geschätzt. Ein großer Teil davon kam durch private Spenden, Sachleistungen und das Engagement örtlicher Unternehmen zusammen.

Die private Initiative von Anja und James von Enden trug laut Mitteilung auch dazu bei, zusätzliche öffentliche Finanzierung zu erhalten. Die Balearenregierung hat zugesagt, die beiden neuen Residenzen für Erwachsene zehn Jahre lang mit insgesamt 3,1 Millionen Euro zu unterstützen.

Themen: Marratxí

Quelle: Europa Press / Mallorca.com