Rettungsschwimmer-Streik in Calvià angekündigt
Die Rettungsschwimmer-Gewerkschaft in Calvià auf Mallorca wirft der Gemeinde vor, am Mittwoch einem Vermittlungstermin ferngeblieben zu sein. Bei dem Treffen vor dem Schieds- und Vermittlungsgericht der Balearen (Tamib) sollten die Positionen vor dem für Sonntag angekündigten Streik angenähert werden.
Nach Angaben der Gewerkschaft sei das Ausbleiben der Gemeinde nicht gerechtfertigt gewesen. Sie wertet es als fehlenden politischen Willen des Bürgermeisters Juan Antonio Amengual, den Konflikt zu lösen.
Vorwurf mangelnder Vermittlungsbereitschaft
Die Rettungsschwimmer kritisierten, die Gemeinde ignoriere den Arbeitskonflikt während der Hochsaison, statt die Sicherheit der täglichen Strandnutzer zu gewährleisten. Die Gewerkschaft kündigte an, die möglichen Beeinträchtigungen für Badegäste durch den Streik zu bedauern.
Zugleich wies sie die Darstellung zurück, dass die Probleme ausschließlich beim beauftragten Unternehmen lägen. Die Ausarbeitung der Vertragsbedingungen, die Kontrolle des Dienstes und die Sicherheit an den Stränden fielen nach Auffassung der Gewerkschaft in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde.
Gewerkschaft nennt Mängel im Rettungsdienst
Als Probleme nannte die Gewerkschaft den Zustand von Wachtürmen, der die normale Ausübung der Arbeit beeinträchtige. Zudem sei der Rettungsdienst sowohl über das Jahr als auch innerhalb der einzelnen Arbeitstage nicht ausreichend ausgeweitet.
Kritik gibt es auch am Zugang zum Baden für Menschen mit eingeschränkter Mobilität: Dieser Dienst bestehe laut Gewerkschaft an vier der elf Strände der Gemeinde. Darüber hinaus berichteten die Rettungsschwimmer über Kommunikationsprobleme, wegen derer sie Notfallmechanismen über ihre Mobiltelefone aktivieren müssten, sowie über wiederkehrende Fehler bei der Auszahlung der Vergütungen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com