Roter Thun: 13 Jahre Daten zeigen mögliche Routen
Zwischen Atlantik und Mittelmeer führt der Weg des Roten Thuns durch die Straße von Gibraltar. Wie warm das Meer an der Oberfläche ist, hilft Forschern, seine möglichen Routen einzugrenzen. Darüber berichtet das Spanische Institut für Ozeanografie am 5. November 2026. An der Studie sind das Mediterrane Institut für Höhere Studien (Imedea) und ein Forscher des Ozeanografischen Zentrums der Balearen beteiligt.
Markierungen treffen auf Satellitendaten
Für die Studie wertete das Team Daten elektronisch markierter Roter Thunfische und Satellitendaten zur Meerestemperatur aus. Im Mittelpunkt standen die Straße von Gibraltar und der Golf von Cádiz. Beim Zug ins Mittelmeer lagen die beobachteten Oberflächentemperaturen zwischen 17,4 und 19,3 Grad Celsius. Auf dem Weg zurück in den Atlantik waren es 18,4 bis 22 Grad Celsius.
Was die Daten für die Fischerei bedeuten
Aus den Ergebnissen entwickelten die Forscher einen Index. Er zeigt, in welchen Gebieten und Zeiträumen die Temperaturen zu den beobachteten Wanderungen passen. Das Team wandte ihn auf 13 Jahre Meerestemperaturdaten an und untersuchte so, wie sich geeignete Gebiete entlang der Wanderrouten verändern.
Erstautor Enrique Sánchez-Fabrés vom Ozeanografischen Zentrum der Balearen sieht darin auch einen Nutzen für den Schutz des Roten Thuns und das Fischereimanagement. Umweltbedingungen könnten beeinflussen, wie gut sich die Fische fangen lassen – etwa bei traditionellen Fangmethoden wie den Almadrabas.
Themen: Natur & Tiere
Quelle: Europa Press / Mallorca.com