Sa Dragonera sammelt Geld für Forschung und Artenschutz
Auf Sa Dragonera soll die Forschung an heimischen Tierarten weiterlaufen: Das Mittelmeer-Institut für Höhere Studien Imedea CSIC-UIB hat am Montag eine Spendenkampagne gestartet. Privatleute, Verbände und Institutionen können damit Forschung, Beobachtung und Naturschutz auf der Insel unterstützen. Die Beiträge gehen über die Website der Fundación Universidad Empresa de Baleares ein.
Im Besucherzentrum des Naturparks Sa Dragonera weisen Plakate auf die Aktion hin. Sie zeigen die Arten, die untersucht werden, und führen per QR-Code direkt zur Seite der Spendenkampagne.
Arten über Jahre beobachten
Sa Dragonera soll als Labor für Arten wie den Balearen-Sturmtaucher, die Europäische Sturmschwalbe, den Eleonorenfalken und die Baleareneidechse dienen. Die Europäische Sturmschwalbe heißt in der spanischen Mitteilung paíño europeo. Der Balearen-Sturmtaucher ist auf den Inseln endemisch und zählt zu den am stärksten bedrohten Seevögeln Europas.
Das Forschungsteam verfolgt jährlich einzelne Eidechsen, Sturmtaucher und Möwen. Dazu kommen Zählungen von Seevögeln und Greifvögeln, saisonale Untersuchungen der Vogelvielfalt sowie die Kontrolle auf eingeschleppte Fressfeinde.
GPS zeigt Wege der Vögel
Mit GPS-Geräten beobachtet das Team die Bewegungen einiger Vögel aus der Ferne. So lassen sich Gebiete erkennen, in denen die Tiere Nahrung suchen, brüten oder ruhen.
Entscheidend ist laut Imedea die dauerhafte Beobachtung derselben Populationen. Erst Daten aus vielen Jahren können Veränderungen bei Zahl, Verbreitung, Fortpflanzung oder Verhalten sichtbar machen. Ein Abbruch der Forschung könne dagegen Lücken hinterlassen und es schwerer machen, Entwicklungen oder Reaktionen auf Umweltveränderungen zu erkennen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com