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Ibiza und Formentera: Zwei bis drei Sanktionen täglich

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf Ibiza und Formentera erhalten Beschäftigte seit Mitte August nach Angaben von CCOO fortlaufend Sanktionen. Die Gewerkschaft zählt eigenen Angaben zufolge täglich durchschnittlich zwei bis drei Fälle. Besonders betroffen sei die Hotellerie nach dem Ende der Tourismussaison.

Archivo - Imagen de archivo de un trabajador de un hotel
Europa Press

CCOO wirft Unternehmen vor, mit Disziplinarverfahren Personal abzubauen, ohne Abfindungen zu zahlen. Viele Beschäftigte bekämen dabei rasch mehrere Verwarnungen wegen aus Sicht der Gewerkschaft absurden oder unverhältnismäßigen Gründen. Die Verfahren würden sich auch auf andere Branchen ausweiten.

CCOO sieht Strategie zum Personalabbau

Nach Darstellung der Gewerkschaft setzen Firmen statt ordentlicher oder unrechtmäßiger Kündigungen auf Sanktionen. So solle am Ende eine fristlose Kündigung entstehen, bei der Beschäftigte keine Abfindung erhalten und ungeschützt bleiben.

CCOO zufolge fechten viele Betroffene die Sanktionen aus Angst vor Konflikten oder wegen Zeitmangels nicht an. Dadurch entstehe innerhalb weniger Wochen eine Akte, die eine Kündigung begründen könne. Die Gewerkschaft spricht von einer gezielten Strategie, Belegschaften nach den stärksten Sommermonaten in Eivissa und Formentera zu verkleinern.

Gewerkschaft rät zum Widerspruch

Betroffene sollten laut CCOO auf dem Sanktionsschreiben „no conforme“ vermerken sowie Uhrzeit und Datum ergänzen. Außerdem sollten sie eine unterschriebene und gestempelte Kopie verlangen.

Die Gewerkschaft rät auch dazu, Sanktionen stets anzufechten. Das sei besonders wichtig, wenn zuvor nur eine kurze Frist für Einwände eingeräumt werde.

Themen: Arbeitsmarkt · Tourismus · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com