Palma: Gericht rollt Fall um Sant-Sebastià-Plakat neu auf
Der Streit um das Plakat zur Revetla de Sant Sebastià in Palma auf Mallorca beschäftigt erneut die Justiz. Das Provinzgericht der Balearen gibt einem Einspruch von Abogados Cristianos statt und ordnet an, das zuvor eingestellte Verfahren wieder aufzunehmen. Podemos-Koordinatorin Lucía Muñoz stellt sich am Donnerstag, 15. Oktober, erneut hinter die Illustratorin Lluïsa Febrer.
Nach Angaben von Podemos sollte das Plakat für ein queeres Fest werben und die gesellschaftlich engagierte Seite von Sant Sebastià zeigen. Muñoz verteidigt diese Darstellung als Teil einer künstlerischen Tradition. Die Figur sei nicht nur ein religiöses Symbol, sondern seit Jahrhunderten auch mit Erotik und der LGBTQIA+-Gemeinschaft verbunden, sagt sie.
Als weiteres Beispiel nennt Muñoz das Titelbild des Films „La bola negra“ von Javier Calvo und Javier Ambrossi: Auch dort werde die Ikonografie von Sant Sebastià aufgegriffen. Dass die künstlerische Darstellung nach der Einstellung des Verfahrens erneut vor Gericht landet, hält Muñoz für besorgniserregend. An ihrer Unterstützung für Febrer ändere sich nichts.
Themen: Gerichtsprozesse · Kultur
Quelle: Europa Press / Mallorca.com