247 Sareb-Jobs: Gewerkschaft zieht vor Gericht
247 Beschäftigten der spanischen Immobiliengesellschaft Sareb droht nach Angaben einer Gewerkschaft das Ende ihrer Arbeitsverträge. Die Central Sindical Independiente y de Funcionarios (CSIF) hat Klage eingereicht, wie Europa Press am 29. September aus Madrid berichtet. Die Gewerkschaft verlangt, dass die öffentliche Gesellschaft Casa 47 die Beschäftigten übernimmt, wenn sie die Verwaltung eines Teils der Sareb-Immobilien übernimmt.
Streit um die Arbeitsverträge
Laut CSIF hat die Regierung das Ende der Verträge angekündigt. Die Gewerkschaft sieht in der Übernahme der Aufgaben durch Casa 47 auch einen Übergang der Beschäftigten. Sie beruft sich dabei auf spanisches und europäisches Arbeitsrecht.
Ohne Übernahme der Belegschaft steuere Sareb auf eine Massenentlassung zu, warnt CSIF. Casa 47 müsste dann für Aufgaben, die Sareb-Beschäftigte bereits erledigen, neues Personal einstellen und ausbilden. Schon im Juli hatte die Gewerkschaft nach einer gescheiterten Vermittlung mit Casa 47 einen Gang vor Gericht angekündigt.
Sareb widerspricht bei der Schließung
Sareb widerspricht der Vorstellung, das Unternehmen werde 2027 schließen. Stattdessen soll es nach Angaben aus dem Unternehmen in die Abwicklung gehen und die verbleibenden Arbeiten abschließen. Die Klage sei der Beginn eines rechtlichen Verfahrens des Betriebsrats.
Wohnkosten belasten auch Beschäftigte auf den Balearen
Unabhängig vom Streit um Sareb warnt CSIF vor den Folgen hoher Wohnkosten für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. In Madrid, Barcelona und auf den Balearen verzichteten einige demnach auf gerade erhaltene Stellen oder beantragten eine Freistellung.
Die Gewerkschaft fordert, Gehaltszuschläge an die Lebenshaltungskosten am jeweiligen Arbeitsort anzupassen. Einen Wohnortzuschlag will sie auch auf Gemeinden und Provinzen mit angespanntem Wohnungsmarkt ausweiten.
Themen: Arbeitsmarkt · Wohnen & Immobilien · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com