Balearen fordern Hilfe gegen teure Schulbusse
Hohe Preise und fehlende Fahrzeuge sollen Schulausflüge auf den Balearen nicht ausbremsen. Der Bildungs- und Universitätsausschuss des Parlaments hat am Donnerstag in Palma einer Initiative zugestimmt, die Hilfen des Govern zur Senkung der Kosten für Schulbusse fordert. Hintergrund sind nach Angaben von MÉS per Mallorca die laufend steigenden Preise für Reisebusse und Engpässe, besonders in der Hochsaison.
Die Abgeordnete Maria Ramon von MÉS per Mallorca hatte den Antrag eingebracht. Sie fordert, dass Bildungsbedürfnisse nicht den Interessen des Tourismusmarkts untergeordnet werden.
Zwei Schulbus-Punkte kommen ins Plenum
Über zwei zentrale Forderungen gab es im Ausschuss keine Mehrheit: einen eigenen regulierten Tarif für Schultransporte und eine Mindestquote an Fahrzeugen für Bildungseinrichtungen. Beide Punkte endeten mit Stimmengleichheit und gehen deshalb ins Plenum.
Der Antrag verlangt außerdem eine frühzeitige Planung und einen geschützten Kalender für Schulausflüge, damit in Zeiten hoher Nachfrage Fahrzeuge verfügbar bleiben. Zudem soll der Govern den regulären öffentlichen Verkehr ausbauen und anpassen, damit er Bildungsbedürfnisse abdecken kann.
Mehr Schutz vor Mobbing an Schulen
Der Ausschuss billigte außerdem alle Punkte eines Antrags der PP-Abgeordneten Marta Pereira zur Prävention und zum Umgang mit Mobbing und Cybermobbing. Der Govern soll Programme zur Sensibilisierung, Vorbeugung und frühen Erkennung ausweiten.
Gefordert werden auch fortlaufende und aktuelle Schulungen für Lehrkräfte, Schulleitungen und Beratungspersonal. Die geltenden Protokolle sollen an allen Schulen der Balearen korrekt und einheitlich angewendet werden. Außerdem sollen psychologische und sozialpädagogische Unterstützungsangebote verstärkt und die Abläufe bei Mobbing überprüft werden.
Themen: Bildung · Tourismus · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com