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Schulessen: Studie zeigt Vorteile beim Lesen und Rechnen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Kinder, die in Dänemark am Schulessen teilnahmen, lasen laut einer Studie schneller und lösten mehr Aufgaben richtig. Die Hilfsorganisation Educo stellte am Montag einen Bericht über solche Ergebnisse vor. Dafür wertete sie 45 wissenschaftliche Veröffentlichungen aus 10 OECD-Ländern aus.

Archivo - Una mesa de comedor escolar
Europa Press

Bessere Leistungen und weniger Geldsorgen

Die Verbesserungen in der dänischen Studie entsprachen 11 bis 25 Prozent des erwarteten Lernfortschritts eines Schuljahres. Andere Untersuchungen weisen auf Vorteile in Mathematik sowie bei Konzentration und Aufmerksamkeit hin. Eine Studie aus Schweden deutet zudem darauf hin, dass Schulessen während der Grundschulzeit das Einkommen im Erwachsenenalter um 3 Prozent erhöhen könnte.

Kostenlose Mahlzeiten können auch Familien entlasten. In US-Bundesstaaten, in denen Familien nicht für das Schulessen zahlen mussten, lag die Ernährungsunsicherheit einer Untersuchung zufolge um 12 Prozent niedriger als in den übrigen Bundesstaaten. Befragte Familien in Portugal bezeichneten kostenlose Schulmahlzeiten als wichtige Entlastung ihres Lebensmittelbudgets.

Zum Essen braucht es auch Zeit

Nicht jedes Schulessen bringt die gleichen Vorteile. Eine Untersuchung aus Großbritannien beschreibt, wie knapp bemessene Essenszeiten von 50 bis 70 Minuten zu langen Schlangen führten. Manche Kinder ließen einen Teil ihres Essens stehen, um mehr Zeit für die Pause zu haben. In einer Studie aus Portugal aßen Kinder ihr Essen nicht auf, wenn ihnen Geschmack, Geruch oder Aussehen nicht gefielen.

Auch der Zugang spielt eine Rolle: Untersuchungen aus mehreren Ländern zeigen, dass Kinder aus finanziell belasteten Familien trotz ihres Bedarfs vom Schulessen ausgeschlossen bleiben können – etwa wegen Einkommensgrenzen oder Schwierigkeiten mit den Antragsunterlagen. Educo fordert deshalb kostenloses Schulessen für alle Kinder in Spanien. Solange das nicht möglich ist, sollen nach Ansicht der Organisation Kinder in schwierigen Lebenslagen vorrangig Zugang erhalten und die gesamten Kosten übernommen werden.

Themen: Bildung · Soziales

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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