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20.000 Heimkinder: Mehr Schutz vor Gewalt gefordert

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Fast 20.000 Minderjährige leben in Spanien in Einrichtungen der stationären Betreuung. Für diese Heimkinder fordert die Plattform für Kinder am 18. September Koordinatoren für Wohlbefinden und Schutz in allen Einrichtungen.

Archivo - Abrigos de menores en un centro.
Europa Press

Die neue Schutzfigur soll Gewalt vorbeugen und Kindern und Jugendlichen eine feste Ansprechperson geben. Nach Angaben der Plattform haben viele der Betroffenen zuvor Gewalt, Vernachlässigung oder mangelnden Schutz erlebt.

Gesetz lässt Heime bislang aus

Das Gesetz zum umfassenden Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt, LOPIVI genannt, führte 2021 bereits Schutzpersonen an Schulen sowie im Freizeit- und Sportbereich ein. Für Einrichtungen der stationären Betreuung galt diese Pflicht jedoch nicht.

Der Ausschuss für die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen empfahl Spanien im Februar 2026, die Funktion verbindlich einzuführen. Auch der Vorentwurf zur Reform der LOPIVI sieht ihre Umsetzung bereits vor.

Plattform erhöht den Druck auf Regionen

Die Koordinatoren sollen eine Kultur des guten Umgangs fördern, Risiken früh erkennen und die Reaktion auf mögliche Gewaltfälle abstimmen. Außerdem sollen Kinder und Jugendliche wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen.

Die Plattform für Kinder will ihren Regelungsvorschlag an alle autonomen Verwaltungen schicken. Mit der Kampagne „La pelota está en vuestro tejado“ richtet sie sich direkt an die autonomen Gemeinschaften und fordert stärkere Schutzstrukturen.

Themen: Bildung · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com