Nach Zwangsräumung: Armengol plant Schweigeminute
Im spanischen Kongress in Madrid soll am Freitag, 16. Oktober, eine Schweigeminute an Maricarmen Abascal erinnern. Die 87-Jährige war zwei Wochen zuvor aus ihrer Mietwohnung zwangsgeräumt worden; inzwischen ist sie gestorben. Kongresspräsidentin Francina Armengol will das Gedenken zu Beginn einer Sitzung der Diputación Permanente vorschlagen. Dieses Gremium vertritt das Plenum zwischen den Legislaturperioden.
Abascals Zwangsräumung wurde zum Symbol für den Kampf um menschenwürdiges Wohnen. Ob Abgeordnete der Volkspartei PP und von Vox bei der Schweigeminute mitmachen, ist offen: Vertreter beider Parteien lehnten am Donnerstag in der Regionalversammlung von Madrid eine Ehrung für Abascal ab.
In derselben Sitzung will Armengol auch zu einer Schweigeminute für die Opfer von Gewalt gegen Frauen aufrufen. Die Abgeordneten sollen zudem über zwei Gesetzesdekrete der Regierung abstimmen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com