Brille verspricht automatische Sehkorrektur: Spanien prüft
Eine Brille aus dem Internet verspricht, verschiedene Sehfehler automatisch zu korrigieren – ohne individuelle Untersuchung. Die spanische Arzneimittel- und Medizinproduktebehörde AEMPS prüft das Produkt und seine Werbung. Das teilte der spanische Berufsverband der Optiker und Optometristen am 21. Oktober in Madrid mit. Er hatte die Behörde auf das Angebot aufmerksam gemacht.
Werbeversprechen auf dem Prüfstand
Der Anbieter verkauft die Brille als „Gafas Progresivas Inteligentes de Titanio - Enfoque Automático y Fotocromático“. Die AEMPS untersucht nun, welche Eigenschaften das Produkt hat und ob Verkauf und Werbung den geltenden Regeln entsprechen.
Auch eine Aussage zur Verkehrssicherheit beschäftigt die Behörden. Die Werbung behauptete, die Brille erfülle Standards des spanischen Verkehrsministeriums. Dessen zuständige Abteilung erklärte, es liege kein amtlicher Beleg vor, der diese Aussage stütze. Sie will den Fall an die spanische Verkehrsbehörde weitergeben.
Verband warnt vor falscher Sehkorrektur
Die Verbraucherschutzbehörde hat den Vorgang an das Gesundheitsministerium weitergeleitet. Eine Rechtsverletzung ist bislang nicht festgestellt; die Untersuchungen laufen noch.
Der Berufsverband warnt davor, Brillen für unterschiedliche Sehfehler ohne persönliche Prüfung zu kaufen. Eine ungeeignete Korrektur könne verschwommenes Sehen und Beschwerden verursachen. Beim Autofahren könne das besonders ins Gewicht fallen, etwa beim Erkennen von Hindernissen und Schildern.
Themen: Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com