Sexuelle Gewalt: Palma nimmt Film und Musik unter die Lupe
Filme, Musik und Kunst stehen am Mittwoch auf dem Campus der Universitat de les Illes Balears in Palma im Mittelpunkt: Fachleute untersuchen, wie sie sexuelle Gewalt legitimieren oder infrage stellen. Die Delegation der spanischen Regierung auf den Balearen organisiert die dritten Fachtage zu sexueller Gewalt. Die Veranstaltung läuft am Donnerstag weiter.
Von Me Too bis zur Alltagssprache
Die Vorträge befassen sich mit kulturellen und politischen Strömungen gegen die Me-Too-Bewegung, die sexuelle Übergriffe infrage stellt. Weitere Themen sind Diskriminierung in der Musikbranche, sexuelle Gewalt in der Alltagssprache und der Einfluss von Pornografie auf das Sexual- und Gefühlsleben – besonders bei jungen Menschen. Zu den Vortragenden gehören die Philosophin Ana de Miguel sowie die Psychologin, Anthropologin und Musikerin Monty Peiró.
Studie nimmt die Filmbranche in den Blick
Die Forscherinnen Nerea Barjola und Bárbara Tardón stellen die Studie „Después del silencio“ vor. Sie untersucht laut den Veranstaltern erstmals die Auswirkungen sexueller Gewalt in der Film- und audiovisuellen Branche. Hinter der Studie stehen das spanische Gleichstellungsministerium und der Verband der Filmemacherinnen und audiovisuellen Medienschaffenden CIMA.
Außerdem sprechen Künstlerinnen von den Balearen darüber, wie Kunst für sexuelle Gewalt sensibilisieren kann. Die Theatergruppe La Azabache führt im Rahmen der Fachtage das Stück „Del amor al noPor“ auf.
Themen: Soziales · Kultur · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com