Mallorca: Sohn soll kranken Vater um 36.000 Euro prellen
Ein Sohn soll seinem kranken Vater auf Mallorca 36.000 Euro entlockt haben. Der Vorwurf geht auf September 2018 zurück; am Donnerstag, 29. Oktober, befasst sich das Provinzgericht der Balearen in Palma mit dem Fall. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann fortgesetzten Betrug vor.
Mieteinnahmen und eine Vollmacht
Laut Anklage hatte der Vater damals bereits leichte kognitive Einschränkungen. Er konnte die Tragweite mancher Verträge nicht mehr klar erfassen. Der Sohn soll ihn in dieser Lage zu einer Überweisung über 36.000 Euro überredet haben.
Zwischen 2019 und 2021 soll er seinen Vater zudem zu Mietverträgen für dessen Immobilien bewegt haben. Die Mieten von August 2022 bis Oktober 2023 behielt er laut Anklage ebenso ein wie 4.800 Euro aus der Rückabwicklung einer nicht ausgeführten Baumaßnahme. Diese Beträge erhielt der Vater zurück. Im April 2021 soll der Sohn ihn außerdem dazu gebracht haben, ihm eine notarielle Vollmacht zum Unterschreiben von Dokumenten und Erledigen von Angelegenheiten zu erteilen.
Sechs Jahre Haft gefordert
Die Vorverhandlung beginnt am Donnerstag um 9.30 Uhr. Die Staatsanwaltschaft fordert sechs Jahre Haft, eine Geldstrafe von 3.600 Euro und 36.000 Euro Entschädigung für den Vater. Ein Urteil steht noch aus.
Themen: Gerichtsprozesse
Quelle: Europa Press / Mallorca.com