Solarpark-Stopp: PP-Bürgermeister verteidigen Moratorium
Neue Solarparks auf ländlichem Boden sollen auf den Balearen zunächst warten, bis eine Planung geeignete Flächen festlegt. Die PP-Bürgermeister der Balearen verteidigen am Donnerstag das Moratorium der Regionalregierung gegen Kritik der Sozialisten. Es soll die Ansiedlung neuer Fotovoltaikparks auf ländlichem Boden ordnen.
Llorenç Perelló, Sprecher des Bürgermeisterkomitees der PP, weist die Kritik des PSIB-Abgeordneten Carles Bona zurück. Niemand stelle den Ausbau erneuerbarer Energien infrage, argumentiert er. Die Energiewende dürfe aber nicht zu einer ungeordneten Nutzung des ländlichen Bodens führen und müsse Gemeinden sowie Anwohner einbeziehen.
Erst Planung, dann neue Flächen
Nach Darstellung der PP-Bürgermeister soll die neue Planung klären, welche Gebiete sich für Fotovoltaikparks eignen. Große Projekte auf ländlichem Boden hätten in einigen Orten bei Anwohnern Sorgen ausgelöst.
Die Bürgermeister betonen, das Moratorium bremse die Energiewende nicht. Es solle saubere Energie mit dem Schutz von Landschaft, Gebiet und den Gegebenheiten der Orte vereinbaren.
Dächer und Parkplätze zuerst
Vor weiteren Anlagen auf ländlichem Boden fordern die PP-Bürgermeister, zunächst Gebäudedächer, Parkplätze mit Fotovoltaik-Pergolen, Industrieflächen und andere bereits veränderte Räume zu nutzen. Erneuerbare Energien und der Schutz des ländlichen Bodens seien kein Widerspruch, so Perelló. Nötig seien Planung, Ordnung und Augenmaß.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com