mallorca-news

Son Espases: Laut PSIB warten über 50 auf Aufnahme

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Im Krankenhaus Son Espases auf den Balearen warten laut der PSIB-Abgeordneten Patricia Gómez täglich mehr als 50 Notfallpatienten auf eine stationäre Aufnahme. Für Son Llàtzer nennt sie ebenfalls Wartelisten mit mehr als 50 Patienten pro Tag. In einem Interview mit Ona Mediterrània spricht Gómez von dauerhaft überlasteten Notaufnahmen und wirft der Balearen-Regierung vor, das öffentliche Gesundheitswesen zugunsten privater Anbieter zu schwächen.

Archivo - Puerta de urgencias del Hospital Son Espases.
Europa Press

Warum Gómez die Regierung verantwortlich macht

Schon im Juli vergangenen Jahres hätten die Krankenhäuser der Balearen täglich rund 500 Notfälle versorgt, sagt Gómez. Seitdem komme es wegen der Überlastung auch zu Verlegungen zwischen Krankenhäusern. Die Lage lasse sich ihrer Ansicht nach nicht allein mit einer Grippewelle oder anderen Atemwegsinfektionen erklären. Gómez macht fehlende Planung und zu wenig Unterstützung für die medizinische Grundversorgung verantwortlich.

Wer erst in drei Wochen einen Arzttermin bekomme, gehe stattdessen in die Notaufnahme, argumentiert die Abgeordnete. Das erhöhe den Druck auf die Krankenhäuser. Ihre Aussagen und den Vorwurf, die Regierung wolle private Anbieter begünstigen, belegt der Bericht nicht mit einer Stellungnahme der Regierung.

Streit über Pläne und Wartezeiten

Gómez kritisiert, dass die Regierung einen Strategieplan für die medizinische Grundversorgung aus den Jahren 2022 bis 2025 nicht erneuert habe. Auch einen Plan zur Modernisierung von Gesundheitszentren habe sie nach Gómez’ Darstellung nicht erweitert. In Felanitx wirft sie der Regierung vor, bei einem bereits vorbereiteten Projekt erst drei Jahre später den Grundstein gelegt zu haben.

Die frühere Gesundheitsministerin widerspricht zudem der Darstellung von Regierungspräsidentin Marga Prohens, die Wartezeiten hätten sich verbessert. Gómez verweist dafür auf Kennzahlen des balearischen Gesundheitsdienstes IbSalut. Sie befürchtet, dass das Vertrauen in die öffentliche Versorgung sinkt und sich Menschen, die es sich leisten können, privat versichern.

Themen: Gesundheit · Politik · Felanitx

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Mehr erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung