Sonnenschutz: 22,2 Prozent der Eltern verzichten außerhalb des Sommers
Auf dem Spielplatz und auf dem Schulhof bekommen Kinder Sonne ab – auch außerhalb des Sommers. Doch 22,2 Prozent der befragten Eltern schützen sich in dieser Zeit selbst nicht vor der Sonne. Das zeigt eine Studie der Spanischen Vereinigung gegen Krebs, die sie am Dienstag, 6. Oktober, auf Mallorca vorgestellt hat.
Für die Studie wurden 3.048 Mütter und Väter in ganz Spanien befragt. Nach Angaben der Vereinigung nehmen Menschen 60 Prozent der Sonnenstrahlung außerhalb der Sommermonate auf.
Kinder bekommen auch im Alltag Sonne ab
Kinder unter 15 Jahren sind laut der Studie häufiger in der Sonne als ihre Eltern. 73,5 Prozent halten sich in Parks und auf Spielplätzen in der Sonne auf. Bei 64,1 Prozent geschieht das auch in Bildungseinrichtungen – etwa in Pausen oder bei Schulausflügen.
Die Ärztin Lucía Galán betont, dass auch die Sonne auf dem Schulhof und im Park zählt: Die Belastung summiere sich. Die Haut von Kindern sei besonders empfindlich.
Warum Eltern auf Schutz verzichten
Außerhalb des Sommers ergreifen 77,8 Prozent der befragten Eltern Maßnahmen zum Sonnenschutz. Von denen, die darauf verzichten, halten 45 Prozent den Schutz für unnötig. Zugleich finden 62,4 Prozent der Befragten gebräunte Haut erstrebenswert; jeder Dritte sieht Bräune als Zeichen von Gesundheit.
Die Vereinigung verweist auf steigende Hautkrebszahlen in Spanien: Die Zahl der Fälle sei in den vergangenen vier Jahren um 40 Prozent gewachsen und habe 2024 bei mehr als 15.000 gelegen. Zwischen 80 und 95 Prozent dieser Fälle gingen unmittelbar auf ultraviolette Strahlung zurück. Deshalb wirbt die Vereinigung dafür, Sonnenschutz nicht auf den Sommer zu beschränken.
Themen: Bildung · Gesundheit · Kultur
Quelle: Europa Press / Mallorca.com