Palma: Verbraucher fordern Mitsprache bei Sonntagsöffnungen
Verbraucher wollen bei Sonntagsöffnungen nicht erst mitreden, wenn andere den Kalender schon ausgehandelt haben. Die Verbrauchervereinigung Consubal fordert in Palma auf Mallorca eine Beteiligung von Beginn an. Am Freitag wandte sich die Organisation deshalb an die Balearen-Regierung.
Consubal kritisiert, dass die Interinsulare Beratende Handelskommission nicht zur bloßen Abnick-Runde für Absprachen einzelner Beteiligter werden dürfe. In dem Gremium sitzen Institutionen, kleiner und großer Handel, Gewerkschaften und Verbraucherorganisationen.
Kritik an vorherigen Absprachen
Die Vereinigung stellt nicht das Recht von Unternehmensverbänden infrage, sich zu treffen und ihre Interessen zu vertreten. Sie hält es aber für inakzeptabel, wenn deren Vereinbarungen Entscheidungen der Kommission beeinflussen, ohne dass Verbraucherorganisationen an den Verhandlungen beteiligt waren.
Nach Darstellung von Consubal wurden die Kalender für Sonntags- und Feiertagsöffnungen 2025 und 2026 noch gemeinsam mit Verbrauchern ausgehandelt. Die Balearen-Regierung solle an diesem Dialog festhalten.
Consubal verlangt Debatte in der Kommission
Die Organisation verlangt, dass alle Mitglieder Vorschläge und Unterlagen vorab erhalten. Sie sollen eigene Positionen und Alternativen einbringen können, bevor ein Konsens gesucht wird.
Bereits erzielte Vereinbarungen sollen laut Consubal nur als sektorale Absprachen gelten – und nicht als Konsens aller Beteiligten dargestellt werden. Zudem fordert die Vereinigung, die Kommission einzuberufen, damit sie über den Kalender für Sonntags- und Feiertagsöffnungen beraten kann.
Consubal betont, den Handel nicht behindern und keine bestimmte Position zu einzelnen Öffnungstagen durchsetzen zu wollen. Es gehe um eine echte Beteiligung der Verbraucherorganisationen, nicht um eine bloße Darstellung von Mitsprache.
Themen: Arbeitsmarkt · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com