Teure Läden krempeln Spaniens Souvenirhandel um
Teure Mieten drängen Souvenirläden in Spaniens Touristenorten zu einem neuen Sortiment: Statt günstiger Massenware setzen sie stärker auf Artikel mit höherer Marge. Der Druck kommt von den Einkaufsstraßen mit besonders vielen Besuchern, wo die Ladenmieten Höchststände erreichen. Das geht aus den Studien „Retail High Street España 2025“ von Savills und „Retail Snapshot Madrid & Barcelona Q1 2026“ von Colliers hervor.
Mieten auf Rekordniveau
Am teuersten ist Portal de l'Àngel in Barcelona mit Mieten von bis zu 265 Euro/m2 im Monat. Es folgen die Calle Preciados in Madrid mit 260 Euro/m2, der Passeig de Gràcia in Barcelona mit 250 Euro/m2 und die Marqués de Larios in Málaga mit 240 Euro/m2.
Auch die Velázquez in Sevilla mit 156 Euro/m2 und die Calle Colón in Valencia mit 118 Euro/m2 zählen zu den hochpreisigen Standorten. Die starke Nachfrage nach Flächen in touristischen Einkaufsstraßen erhöht damit den finanziellen Druck auf die Geschäfte.
Weg vom Billig-Souvenir
Um Miete und Konkurrenz durch Mode- oder Gastronomiebetriebe zu finanzieren, bauen die Händler ihr Angebot um. Gefragt sind laut den Daten zeitgenössisches Kunsthandwerk, Gourmetprodukte, Naturkosmetik, hochwertigere Textilien und nachhaltige Artikel.
Der Wandel trifft nicht nur klassische Souvenirläden. Auch Verkaufsstellen in Museen, Monumenten, Hotels und Freizeitparks erweitern ihr Angebot. Gleichzeitig erreichte der Tourismus in Spanien im Juli 2026 einen neuen Höchststand: 11,5 Millionen internationale Gäste kamen ins Land, 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihre Ausgaben lagen bei mehr als 18.000 Millionen Euro, ein Plus von 10,9 Prozent.
Die Entwicklung ist auch Thema der Souvenir Expo Spain. Die Fachmesse ist vom 22. bis 24. Januar 2027 auf dem Gelände der Fira Barcelona geplant.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com