Mallorcas Sozialpaket: Laut PSIB kommt keine Hilfe an
Mallorcas Familien warten laut den Sozialisten weiter auf Hilfe aus dem angekündigten Sozialpaket des Inselrats. Am Dienstag, 6. Oktober, warf der PSIB in Palma Inselratspräsident Llorenç Galmés vor, sechs Monate nach der Ankündigung noch keine der versprochenen Maßnahmen umgesetzt zu haben. Das geht aus einer Mitteilung der Partei hervor.
Streit um die Millionen
Der Inselrat hatte nach Angaben des PSIB Hilfen im Umfang von 80 Millionen Euro angekündigt. Davon seien aber nur 22 Millionen Euro über Änderungen am Haushalt vorgesehen worden, kritisierte PSIB-Sprecherin Catalina Cladera. Die übrigen Maßnahmen seien bereits im regulären Haushalt eingeplant gewesen.
Als wichtigste Hilfe nannte Cladera neun Millionen Euro für bedürftige Menschen, die das Mallorquinische Institut für Soziale Angelegenheiten (IMAS) bereitstellen sollte. Die Maßnahme sei nicht angelaufen. Den Gemeinden, die soziale Dienste übernehmen sollten, sei dafür noch kein Geld zugegangen, sagte sie.
Auch Sporthilfen in der Kritik
Nach Darstellung Claderas sind auch drei Millionen Euro für Sportlizenzen von Kindern aus Familien mit finanziellen Schwierigkeiten nicht wie angekündigt eingesetzt worden. Der zuständige Inselrat Pedro Bestard habe stattdessen eine Übertragung an die Gemeinden für den Unterhalt von Sportanlagen vorgesehen, kritisierte sie.
Cladera griff zudem eine mit Vox ausgehandelte Bedingung an: Hilfen sollten demnach nur Menschen erreichen, die fünf Jahre legalen Aufenthalt auf Mallorca nachweisen können. Der PSIB hatte nach ihren Worten Unterstützung für die nötigen Haushaltsänderungen angeboten, falls diese Bedingung entfiele.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com