Streit um 532 Sozialwohnungen in Ca n'Escandell
Um die 532 Sozialwohnungen in Ca n'Escandell tobt ein politischer Streit. Die PSOE erklärt, bei den Wohnungen sei die Priorität für Bewohner von Eivissa mit dem Wohnungsministerium geklärt. Zugleich wirft sie Bürgermeister Rafa Triguero vor, die Debatte absichtlich anzuheizen.
Nach Angaben der Sozialisten steht die Vorgabe bereits in der Überlassung der städtischen Grundstücke. Diese Vereinbarung wurde 2010 unterzeichnet und 2019 verbessert. Demnach sollen 100 Prozent der Flächen für geförderten Wohnungsbau zugunsten der Gemeinde verwendet werden.
Mehrheit der Wohnungen soll zur Miete angeboten werden
Mindestens 70 Prozent der Wohnungen sollen laut PSOE als Mietwohnungen vergeben werden. Außerdem seien Grundstücke für das Ibavi und das Rathaus vorgesehen. Ibavi ist das Wohnungsinstitut der Balearen.
Die Partei sieht deshalb keine offene Frage nach dem Besuch von Wohnungsministerin Isabel Rodríguez. Die Kontroverse sei eine „falsche Polemik“, die Bürgermeister Triguero bewusst befeuere, heißt es in der Mitteilung.
PSOE verweist auf fünf Jahre Wohnsitz
Die Sozialisten werfen Triguero vor, die Rechtslage der Grundstücke und die balearische Wohnungsregelung nicht zu kennen. Der Bürgermeister habe von der Ministerin eine Mindestwohndauer von zehn Jahren verlangt. Das balearische Wohnungsrecht sehe jedoch fünf Jahre vor.
Nach Darstellung der PSOE gelten zunächst die allgemeinen Bedingungen des Programms Casa 47, die nur einen Wohnsitz in Spanien verlangten. Nach Abschluss des Baus müssten die Bedingungen an das balearische Wohnungsrecht angepasst werden.
Die Partei betont, dass Stadtverwaltung und Regierung die Investition gemeinsam vorangebracht hätten. Das Projekt soll der Bevölkerung von Eivissa einen großen öffentlichen Wohnungsbestand und 532 VPO verschaffen. VPO sind staatlich geförderte Wohnungen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com