Spanien-Wahl: Kandidatenlisten kommen am Mittwoch
Am Mittwoch erscheinen die Kandidatenlisten für Spaniens Parlamentswahl im staatlichen Amtsblatt. Endgültig sind sie damit noch nicht: Vor der Wahl zum Kongress und Senat am 29. November prüfen die Wahlkommissionen die Bewerbungen. Parteien, Bündnisse und Wählergruppen konnten ihre Listen bis Montag um Mitternacht einreichen.
Entdecken die Wahlkommissionen Fehler, haben die betroffenen Gruppen nach der Mitteilung 48 Stunden Zeit, sie zu beheben. Bis zum 2. November sollen die Kommissionen die Kandidaturen bestätigen. Am folgenden Tag erscheinen die endgültigen Listen im Amtsblatt.
Frauen und Männer müssen sich abwechseln
Bei dieser Parlamentswahl gilt erstmals eine neue Regel für die Kongresslisten: Frauen und Männer müssen dort abwechselnd aufeinanderfolgen. Die Wahlkommissionen prüfen, ob die Parteien diese Vorgabe einhalten. Für den Senat gilt sie ebenfalls, wenn Kandidaturen als Listen eingereicht werden.
Bei der Wahl 2023 galt noch eine andere Quote: Jedes Geschlecht musste mindestens 40 Prozent der Kandidaten stellen und durfte höchstens 60 Prozent ausmachen.
Ohne Unterschriften können Listen scheitern
Parteien und Bündnisse ohne Vertretung im bisherigen Kongress oder Senat brauchen Unterstützungsunterschriften von mindestens 0,1 Prozent der Wahlberechtigten im jeweiligen Wahlkreis. Für Wählergruppen liegt die Hürde bei 1 Prozent. Bei der Wahl 2023 schieden 66 Kandidaturen außerparlamentarischer Gruppen aus – vor allem, weil die nötigen Unterschriften fehlten.
Auch für Formentera ändert sich bei dieser Wahl etwas: Nach einer Verfassungsänderung wählt die Insel erstmals einen eigenen Senator.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com