Spanien-Wahl: 929 Listen, fast 15 Prozent weniger
Für die Parlamentswahl in Spanien am 29. November haben Parteien und Bündnisse 929 Kandidatenlisten eingereicht – 161 weniger als bei der Wahl 2023. Das geht aus der Übersicht hervor, die das staatliche Amtsblatt am Mittwoch veröffentlicht hat. Noch sind die Listen nicht endgültig: Die Wahlkommissionen müssen sie prüfen.
Vor allem für den Senat treten weniger Listen an
Für den Kongress liegen 556 Listen vor, sechs mehr als 2023. Für den Senat sind es dagegen 373 – ein Rückgang um 167. Insgesamt sank die Zahl der eingereichten Listen um 14,77 Prozent.
Ein wesentlicher Grund ist das Bündnis von PSOE und Frente Amplio, das in vielen Wahlkreisen gemeinsam für den Senat antritt. Auch PP und Vox kandidieren in einigen Provinzen dort nicht. Im Senat stehen diesmal 209 Sitze zur Wahl, einer mehr als 2023: Formentera erhält nach einer Verfassungsänderung einen eigenen Senator.
Bis November prüfen die Wahlkommissionen
Die Wahlkommissionen prüfen nun unter anderem Unterstützungsunterschriften und die Reihenfolge der Kandidaten. Erstmals müssen sich auf den Listen für Kongress und Senat Frauen und Männer abwechseln.
Für die Meldung von Unregelmäßigkeiten haben die Kommissionen zwei Tage Zeit. Parteien können Fehler anschließend binnen 48 Stunden nach der Benachrichtigung beheben. Spätestens am kommenden Montag sollen die Kommissionen die Kandidaturen bestätigen; am 3. November sollen die endgültigen Listen im staatlichen Amtsblatt erscheinen.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com