Mallorca: Sporthilfe über drei Millionen geht an Gemeinden
Drei Millionen Euro sollten Sportbeiträge auf Mallorca senken. Stattdessen sollen die Gemeinden der Insel mit dem Geld laufende Kosten wie Energie bezahlen. Das beschloss der Inselrat von Mallorca am Donnerstag, 8. Oktober 2026, in Palma mit den Stimmen von PP und Vox. Die linken Parteien und El PI enthielten sich.
Warum der Plan für Sportbeiträge scheiterte
Die Hilfe war Teil eines Plans gegen die Folgen des Krieges im Nahen Osten. Nach Angaben von Finanzdezernent Rafel Bosch warnten Fachleute, dass sich die ursprünglich geplante Förderung nur schwer umsetzen und abrechnen lasse. Laut der Begründung für die Umwidmung konnte der Inselrat zudem nicht sicherstellen, dass die Hilfe ihr Ziel erreicht. Für die Sportverbände hätte sie zu viel zusätzliche Arbeit bedeutet.
Bosch sagte, die Gemeinden könnten mit dem Geld auch gestiegene Kosten für Strom, Wärme und den Unterhalt von Schwimmbädern decken. Solche Ausgaben könnten sonst die Beiträge für Nutzer bestimmter Sportanlagen steigen lassen. Eine direkte Senkung der Sportbeiträge ist damit aber nicht mehr vorgesehen.
Kritik am neuen Kurs
Die sozialistische Sprecherin Catalina Cladera nannte die Änderung ein Scheitern des angekündigten Hilfsplans. Sie bezweifelt, dass das Geld die Betroffenen noch in diesem Jahr erreicht. Catalina Inés Perelló von MÉS per Mallorca kritisierte, Familien sei eine direkte Entlastung versprochen worden. Nun fließe das Geld in laufende Gemeindekosten.
Der Inselrat beschloss außerdem, 1,8 Millionen Euro an den mallorquinischen Fonds für Zusammenarbeit und Solidarität zu übertragen. Der Fonds kann das Geld in seinem Haushalt für 2027 verwenden.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com