Palmas Bürgermeister erhält Spottpreis für fehlenden Dialog
Im CEIP Aina Moll in Palma hat MÉS per Palma Bürgermeister Jaime Martínez am Samstag einen Spottpreis für fehlenden Dialog verliehen. Die Partei zeichnete ihn bei den wiederbelebten Sinofós-Preisen als „Palma Indignada“ aus. Als Grund nennt sie seine angebliche Unfähigkeit, mit zahlreichen Gruppen der Stadt ins Gespräch zu kommen und Vereinbarungen zu erzielen.
David Pujol, Bürgermeisterkandidat von MÉS per Palma, verband die Auszeichnung mit Forderungen nach einem Kurswechsel in Palma. Ob der Preis in Martínez’ Büro im Rathaus Cort einen Platz finde, wisse er nicht. Sicher sei aber, dass viele Menschen den Bürgermeister als würdigen Empfänger sähen, sagte Pujol.
Wohnen und Lebenshaltungskosten im Fokus
Pujol rückte vor allem den angespannten Wohnungsmarkt und steigende Lebenshaltungskosten in den Mittelpunkt. Menschen könnten die Miete in ihrer Stadt nicht bezahlen, während die Kosten immer weiter stiegen und Familien bis zum Monatsende rechnen müssten, sagte er.
Der Kandidat kritisierte außerdem, dass sich Stadtviertel zu touristischen Schaufenstern wandelten. Verbände und Initiativen, die sich für ein gerechteres und lebenswerteres Palma einsetzten, würden zu wenig Gehör finden.
Drei Auszeichnungen für Initiativen aus Palma
MÉS per Palma ehrte auch drei Gruppen aus der Stadt. Die Versammlung 0–3 Jahre erhielt einen Preis für ihren Einsatz für ein ausreichendes, zugängliches und hochwertiges Netz öffentlicher Kindergärten.
Die Nachbarschaftsvereinigung Sa Calatrava wurde für ihr Engagement im Viertel, den Schutz der Bellesombra-Bäume und das 50-jährige Bestehen der Stadtteilfeste ausgezeichnet. Einen weiteren Preis erhielt die Nachbarschaftsvereinigung Ses Veles für ihren Einsatz an der Uferpromenade und gegen das GESA-Großprojekt. Sie fordert laut MÉS per Palma Transparenz, öffentliche Debatten und Bürgerbeteiligung für die Zukunft des Areals.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com