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EU-Partner bremsen Spanien bei Katalanisch als EU-Sprache

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Mehrere EU-Partner stellen sich in Brüssel gegen Spaniens Plan, Katalanisch, Baskisch und Galicisch als Amtssprachen der Europäischen Union anerkennen zu lassen. Die Regierung in Madrid will die Sprachfrage mit dem Prozess der EU-Erweiterung verknüpfen. Die Minister treffen sich am Dienstag in Brüssel.

El secretario de Estado para la Unión Europea, Fernando Sampedro, y el comisario económico, Valdis Dombrovskis, a su llegada a la reunión del Consejo de Asuntos Generlaes de la UE en Bruselas.
Europa Press

Litauen hält diese Strategie für „nicht akzeptabel“. Auch Deutschland warnt davor, eine innenpolitische Forderung in die Verhandlungen über die Erweiterung der Europäischen Union zu tragen. Spanien könnte den Erweiterungsprozess sonst bremsen, obwohl Montenegro und Albanien unter den am weitesten fortgeschrittenen Kandidaten sind.

Kritik aus mehreren EU-Staaten

Schwedens Europaministerin Jessica Rosencrantz fordert zunächst eine ernsthafte technische Prüfung. Die 27 Mitgliedstaaten müssten klären, was die Aufnahme weiterer Amtssprachen konkret bedeute. Sie betont zudem, dass die Erweiterungsverhandlungen und die Sprachfrage nicht miteinander vermischt werden sollten.

Auch Kroatien erwartet bei dem Treffen keine eigentliche Debatte. Spanien hat das Thema als Informationspunkt auf die Tagesordnung gesetzt. Damit kann Madrid seine Argumente vorstellen, eine Entscheidung kann in diesem Format aber nicht fallen.

Spanien sieht keine offenen Fragen mehr

Der spanische Staatssekretär für die Europäische Union, Fernando Sampedro, sagt, Madrid erläutere den Vorschlag seit drei Jahren und habe alle Fragen zur rechtlichen, finanziellen und praktischen Umsetzbarkeit beantwortet. Er sieht keinen Grund mehr, die Entscheidung weiter aufzuschieben.

Für die Anerkennung von Katalanisch, Baskisch und Galicisch als EU-Amtssprachen wäre Einstimmigkeit nötig. Bei der letzten Beratung im Juli 2025 hatten sich laut Sampedro rund zehn Partner gegen eine Änderung der Sprachregelung ausgesprochen. Spanien argumentiert, es gehe nicht um eine Änderung der EU-Verträge, sondern um eine Anerkennung im Sprachregelwerk der Union.

Themen: Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com