Balearen: Sprit treibt Kosten für Fähren und Bau
Steigende Spritpreise setzen Transportunternehmen, Reedereien und die Bauwirtschaft auf den Balearen unter Druck. Ihre Vertreter warnten die balearische Regierung bei einem Treffen am Donnerstag, 15. Oktober 2026, vor höheren Betriebskosten durch Inflation und teureren Treibstoff. Konkrete Gegenmaßnahmen vereinbarten sie nicht.
Baumaterial und Fährfahrten könnten teurer werden
Rafael Roig vom balearischen Transportverband rechnet damit, dass die Treibstoffpreise in den kommenden Monaten weiter steigen. Die Inseln seien auf Transporte zu Land und zu Wasser angewiesen, sagte er.
Auch Baumaterial könnte teurer werden. Guillem Rosselló vom Verband der Baustoffhersteller Construïm erklärte, höhere Kosten bei der Herstellung würden sich auf die Endpreise auswirken.
Rafael Cardona, Geschäftsführer der Reederei Trasmapi, sprach bei dem Treffen für die Schifffahrtsunternehmen. Steigende Treibstoffkosten würden sich nach seiner Einschätzung sowohl auf die Preise für Fährpassagen als auch auf die Frachtkosten auswirken.
Regierung nennt noch keine Maßnahmen
Die Runde war bereits das vierte Treffen der Regionalregierung mit Wirtschafts- und Sozialvertretern zu den steigenden Preisen. Zwar kamen Ideen zur Sprache, doch konkrete Maßnahmen beschlossen die Teilnehmer nicht.
Cardona sprach sich für Zuschüsse und Vergünstigungen aus, wie es sie während der Corona-Pandemie und nach Beginn des Ukraine-Kriegs gab. Viele Reedereien nutzen Häfen unter staatlicher Zuständigkeit; dort hat die Regionalregierung nach seinen Worten wenig Spielraum. Die balearische Hafenbehörde habe bislang nicht geantwortet, sagte er.
Themen: Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com