Spritpreise steigen trotz Hilfen: Diesel plus 34,4 Prozent
An Spaniens Zapfsäulen kostet Diesel am 28. September im Schnitt 1,931 Euro pro Liter. Das teilte die Verbraucherorganisation Organización de Consumidores y Usuarios (OCU) am 1. Oktober in Madrid mit. Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar sind die Spritpreise laut OCU deutlich gestiegen: Diesel um 34,4 Prozent, Benzin um 30,7 Prozent.
Benzin und Diesel werden teurer
Ende Februar kostete ein Liter Diesel im Schnitt noch 1,437 Euro. Bei Benzin stieg der Preis im selben Zeitraum von 1,48 auf 1,935 Euro pro Liter. Die Preise klettern trotz staatlicher Maßnahmen: Die Regierung entlastete laut OCU um etwa 24 Cent pro Liter und senkte den Benzinpreis um knapp sechs Cent. Die Organisation erkennt an, dass diese Schritte den unmittelbaren Preisschub abfedern.
OCU fordert weitere Hilfen
Die OCU hält es für unwahrscheinlich, dass die Preise auf das Niveau des Vorjahres zurückkehren. Sie fordert deshalb direkte Hilfen für Haushalte, die Einkommen und Spritkosten berücksichtigen. Außerdem will sie den öffentlichen Verkehr und gemeinsames Fahren stärken sowie mehr ultraschnelle Ladepunkte für Elektroautos.
Die Verbraucherorganisation verlangt auch eine genaue Kontrolle der Preise: Sinkende Kraftstoffnotierungen sollen sich ebenso schnell an der Zapfsäule zeigen wie steigende. Ein Preisvergleich kann sich bereits lohnen. In manchen Gegenden beträgt der Unterschied zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen laut OCU bis zu 300 Euro im Jahr.
Themen: Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com