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Maó: Ab vier Wohnungen droht Aufschlag bei Leerstand

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Wer in Maó auf Menorca mindestens vier Wohnungen besitzt, soll für dauerhaften Leerstand künftig mehr Immobiliensteuer zahlen. Das gilt laut einem Vorschlag der Stadt, wenn eine Wohnung länger als zwei Jahre ohne triftigen Grund unbewohnt bleibt. Die Stadt will die Änderung noch im Oktober in den Stadtrat bringen; am 27. Oktober 2026 liegt sie als Vorschlag vor.

Archivo - El alcalde de Maó, Héctor Pons, interviene durante el coloquio ‘Cataluña, España, Europa’ en el salón de actos del Ateneo de Maó, a 21 de enero de 2022
Europa Press

Der reguläre Aufschlag auf die Immobiliensteuer, in Spanien IBI genannt, soll 50 Prozent des fälligen Steuerbetrags betragen. Steht die Wohnung länger als drei Jahre leer, steigt er auf 100 Prozent. Hat ein Eigentümer mindestens zwei solcher Immobilien in Maó, kann ein zusätzlicher Aufschlag von 150 Prozent hinzukommen. Die Stadt will damit mehr Wohnungen auf den Kauf- und Mietmarkt bringen. Die Maßnahme gehört zu einer Vereinbarung mit Ara Maó über den städtischen Haushalt für 2026.

Diese Wohnungen bleiben ausgenommen

Nicht jeder Leerstand führt zu einem Aufschlag. Die Stadt nennt etwa Wohnungen, deren Bewohner wegen Arbeit oder Ausbildung weggezogen sind. Auch ein Aufenthalt in einer Gesundheitseinrichtung oder einem Pflegeheim sowie Pflegebedürftigkeit oder eine soziale Notlage können den Aufschlag ausschließen.

Ausgenommen sind zudem Zweitwohnungen und Immobilien, die wegen Bauarbeiten, Mängeln oder fehlender Sicherheit nicht bewohnt werden können. Das gilt auch für Wohnungen mit laufenden Rechtsstreitigkeiten oder illegalen Bewohnern. Bei geerbten Wohnungen greift die Ausnahme für drei Jahre.

Steuervergünstigungen – und eine verschobene Senkung

Die geplante Änderung sieht zugleich Ermäßigungen von bis zu 95 Prozent der Immobiliensteuer vor: für Sozialwohnungen sowie für Immobilien mit begrenzter Miete oder in öffentlichen Mietprogrammen. Eine weitere Senkung der Immobiliensteuer um einen Punkt verschiebt die Stadt dagegen.

Als Gründe nennt sie die allgemeine Inflation, die Angleichung der Inselzulage und zusätzliche Aufgaben außerhalb ihrer Zuständigkeit. Zu diesen Punkten liegt laut Stadt ein ablehnender Bericht der Finanzkontrolle vor. Die Stadtregierung will die Steuer weiter senken, sobald der Haushalt ausreichend ausgeglichen ist.

Themen: Wohnen & Immobilien · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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