Balearen: Prohens will Steuern für Erstkäufer unter 36 streichen
Wer auf den Balearen unter 36 Jahre alt ist und die erste Wohnung kauft, soll dafür keine regionalen Steuern mehr zahlen. Das kündigte Regierungschefin Marga Prohens am Dienstag im Parlament in Palma an. Am Mittwoch ab 09.00 Uhr sprechen dort die Fraktionen in der Generaldebatte, danach antwortet Prohens.
Neue Pläne für Wohnungen und Haushalt
Prohens will außerdem Einnahmen aus der Tourismussteuer für die Wohnungspolitik einsetzen. Dafür kündigte sie eine Gesetzesänderung an. Auf den Pityusen plant die Regierung zwei Wohnprojekte für Beschäftigte im Gesundheitswesen und für Lehrkräfte. Ein Pilotprojekt soll älteren Menschen helfen, die keine angemessene Wohnung haben.
Die Regierung will demnächst auch eine Ausgabenobergrenze von 7.160 Millionen Euro beschließen. Das sind laut Prohens 598 Millionen Euro mehr als im aktuellen Haushalt. Das Geld soll unter anderem in Wohnungen, Gesundheit, Bildung und öffentlichen Verkehr fließen.
Linke greift Prohens an, Vox fordert mehr
Die linken Parteien kritisieren Prohens’ Wohnungspläne scharf. Der Abgeordnete Josep Castells von Més per Menorca sprach von einem „Scheitern“ in der Wohnungspolitik. Rosario Sánchez von der sozialistischen PSIB-PSOE hielt Prohens vor, beim Einsatz der Tourismussteuer für Wohnungen eine Maßnahme zurückzubringen, die sie selbst abgeschafft habe.
Vox begrüßt die geplante Steuerentlastung, will die Altersgrenze von 36 Jahren aber streichen. Die Partei beansprucht zudem einen Anteil an vielen Maßnahmen der bisherigen Regierungszeit für sich. Auf diese Kritik können die Fraktionen und Prohens am Mittwoch im Parlament eingehen.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com