Balearen und Katalonien: Sechs Ideen gegen Steuerdruck
Ein Gehaltsplus zum Ausgleich der Inflation soll Beschäftigte nach dem Willen von Steuerfachleuten nicht stärker belasten. Darüber wollen Fachleute aus Katalonien und den Balearen am 5. November bei den 31. Steuertagen ihres Berufsverbands in Castelldefels (Barcelona) sprechen. Auf dem Programm stehen sechs Reformvorschläge zur Einkommensteuer und zu Fristen im Steuerverfahren.
Einkommensteuer soll Inflation berücksichtigen
Der spanische Verband der Steuerfachleute und Steuerberater FETTAF unterbreitete die Vorschläge bereits im Mai dem Finanzministerium, dem Staatssekretariat für Finanzen und den Fraktionen im Kongress. Joan Torres Torres, Präsident des Verbands und des Berufsverbands für Katalonien und die Balearen, begründet einen Teil der Forderungen so: Wer nur wegen der Inflation mehr Gehalt bekommt, habe dadurch nicht mehr wirtschaftliche Mittel.
Der Verband will die Stufen der spanischen Einkommensteuer jährlich an den Verbraucherpreisindex anpassen. Auch die persönlichen und familiären Freibeträge sollen jährlich aktualisiert werden. Zudem soll die Einkommensgrenze für Angehörige der älteren Generation, bei denen ein entsprechender Freibetrag geltend gemacht werden kann, von 8.000 Euro auf einen Betrag in Höhe von 80 Prozent des jährlichen Mindestlohns steigen – mindestens aber auf 12.000 Euro.
Mehr Zeit für Stellungnahmen
Bei Steuerverfahren fordert der Verband 25 Arbeitstage für Stellungnahmen. Der August soll bei den Verfahrensfristen grundsätzlich nicht mitzählen; Ausnahmen für dringende Fälle bleiben nach dem Vorschlag möglich. Torres Torres sagt, Steuerpflichtige bräuchten genügend Zeit, um ihre Rechte zu verteidigen.
Auch die Abgabefristen will der Verband vereinheitlichen: Erklärungen für das vierte Quartal und Jahreszusammenfassungen sollen jeweils bis zum 31. Januar eingereicht und fällige Beträge bis dahin gezahlt werden. Ob die Vorschläge politisch aufgegriffen werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Themen: Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com