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Balearen: Steuersenkungen kosten rund 1.540 Millionen Euro

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf den Balearen nimmt die Regionalregierung durch Steuersenkungen und Steuerabzüge nach eigenen Angaben rund 1.540 Millionen Euro weniger ein. Das sagte Regierungschefin Marga Prohens am 6. Oktober 2026 im Parlament in Palma auf Mallorca. Sie antwortete damit auf eine Frage der Vox-Sprecherin Manuela Cañadas.

Archivo - Fachada de la Agencia Tributaria de Baleares.
Europa Press

Erbschaften machen den größten Posten aus

Mehr als 37.000 Familien hätten keine Erbschaftsteuer gezahlt, erklärte Prohens. Die Entlastung bezifferte sie auf etwa 1.000 Millionen Euro. Weitere 4.300 Familien hätten einen Nachlass von 35 bis 60 Prozent erhalten und dadurch mehr als 100 Millionen Euro gespart.

Bei der Schenkungsteuer hätten rund 8.600 Menschen fast 170 Millionen Euro gespart. Mehr als 11.600 Menschen hätten bei der Steuer auf Eigentumsübertragungen über 120 Millionen Euro nicht zahlen müssen. Für die Einkommensteuererklärung 2024 nannte Prohens rund 111.000 Menschen, die regionale Steuerabzüge nutzten. Dadurch hätten sie knapp 71,5 Millionen Euro weniger gezahlt.

Prohens verteidigt ihren Steuerkurs

Prohens stellte die Entlastungen den Ausgaben gegenüber: Zugleich habe ihre Regierung 1.500 Millionen Euro mehr für öffentliche Angebote bereitgestellt und die öffentlichen Schulden um 550 Millionen Euro gesenkt. Sie warf der spanischen Regierung aus PSOE und Sumar vor, die Steuern erhöht zu haben.

Falls sie weiter regiert, sollen die Menschen auf den Balearen nach Prohens’ Worten für Erbschaften „nie wieder“ Steuern zahlen. Vox-Sprecherin Cañadas stellte die Steuerpolitik der Balearen als Gegenmodell für die Parlamentswahlen im November dar.

Themen: Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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