Balearen halbieren Fristen für strategische Projekte
Für als strategisch eingestufte Projekte auf den Balearen sollen sich die gesetzlichen Fristen bei Verfahren der Regionalregierung halbieren. Balearen-Präsidentin Marga Prohens stellte dafür am Montag, 5. Oktober 2026, in Madrid eine neue Anlaufstelle vor. Sie soll Projektträger durch die Verwaltung begleiten und Investitionen auf die Inseln holen.
Ein Ansprechpartner statt vieler Stellen
Die neue Stelle heißt Unidad Aceleradora de Proyectos Estratégicos (UAPE), auf Deutsch etwa Beschleunigungsstelle für strategische Projekte. Prohens zufolge soll ein Projektträger dort einen Ansprechpartner haben, statt sich selbst mit zahlreichen Stellen abstimmen zu müssen. An den Regeln und vorgeschriebenen Garantien ändere das nichts.
Vizepräsident Antoni Costa erklärte, als strategisch eingestufte Projekte bekämen bei der Bearbeitung Vorrang. Die Halbierung der Fristen gelte für Verfahren, die in die Zuständigkeit der Regionalregierung fallen. Zudem könnten die Projekte von bestimmten Förderlinien und finanziellen Anreizen profitieren. Ihre Träger könnten auch an Schulungsangeboten für benötigte Arbeitskräfte mitwirken.
Mehr Investitionen, breitere Wirtschaft
Prohens will mit dem Vorhaben Unternehmen und Investoren anziehen. Als Bereiche mit Potenzial nannte sie unter anderem neue Technologien, die Energiewende, Industrie und Forschung. Dabei gehe es ihr nicht um Wachstum um jeden Preis, sondern um hochwertige Arbeitsplätze und mehr Wertschöpfung.
Für neue Unternehmen brauche es auch Fachkräfte, sagte Prohens. Deshalb sprach sie sich für Wohnraum für Forscher und Beschäftigte aus und will die Rolle der Universität der Balearen stärken. Costa verwies außerdem auf einen zunächst gebilligten Katalog, der bestehende steuerliche, finanzielle und weitere Investitionsanreize für Interessenten übersichtlicher machen soll.
Themen: Tourismus · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com