Balearen: Laut PSOE steigen Mieten um fast 60 Prozent
Mieten auf den Balearen sind nach Angaben der sozialistischen Abgeordneten Amanda Fernández in den vergangenen drei Jahren um knapp 60 Prozent gestiegen. Am Dienstag, 6. Oktober 2026, stritt sie in Palma auf Mallorca mit der Regionalregierung über einen Mietpreisdeckel. Wohnungsminister José Luis Mateo lehnt ihn ab: Mietobergrenzen hätten die Lage dort verschlechtert, wo sie eingeführt wurden.
Streit um Saison- und Zimmermieten
Die Sozialisten wollen die staatlichen Regeln für angespannte Wohnungsmärkte auf den Balearen anwenden. Die Abgeordnete Mercedes Garrido warf Mateo zudem vor, gegen die Verlagerung von Wohnungen in Saison- und Zimmermieten nichts getan zu haben. Von 2023 bis 2025 sei die Zahl der langfristig angebotenen Wohnungen um 20 Prozent gesunken, sagte sie unter Berufung auf Daten seines Ministeriums.
Mateo sprach sich dafür aus, die Regeln für Saison- und Zimmermieten zu verbessern. Seine Regierung setze aber auf Anreize statt auf Verbote. Zudem habe sein Ressort einen Plan zur Kontrolle von Verstößen gegen Wohnungsregeln gestartet.
Regierung und PSOE streiten über Entschädigungen
Beim Schutz von Mietern gerieten beide Seiten ebenfalls aneinander. Mateo machte die PSOE für Entschädigungen an Eigentümer verantwortlich, die von einem Dekret aus dem Jahr 2020 und dessen Verlängerungen betroffen sind. Die Regelung habe nicht zwischen kleinen Eigentümern, Unternehmen und Fonds unterschieden. Deshalb könnten auch sogenannte „Geierfonds“ Geld erhalten haben, sagte er.
Der sozialistische Abgeordnete Carles Bona hatte zuvor gefragt, ob die Regionalregierung allen Forderungen solcher Fonds nachkomme. Eine konkrete Entschädigungssumme nannte Mateo in seiner Antwort nicht.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com