Balearen: Streit um Nullwachstum bei Touristenbetten
Im Parlament in Palma auf Mallorca streiten Regierung und Opposition am 29. September über das Wachstum des Tourismus auf den Balearen. Arbeitsministerin Catalina Cabrer verteidigt den Pakt für Nachhaltigkeit als „lebendig“ und „offen für alle“. Der sozialistische Abgeordnete Llorenç Pou wirft der Regierung dagegen vor, zu wenig gegen die touristische Überlastung zu tun.
Regierung setzt auf Nullwachstum
Nach Cabrers Darstellung schlägt ein Tourismusdekret vor, die Zahl der Touristenbetten nicht weiter wachsen zu lassen. Es soll auch helfen, gegen illegale Angebote vorzugehen. Die Regierung wolle das Wachstum begrenzen: Die Balearen könnten nicht weiter an Umfang, wohl aber an Wert gewinnen.
Cabrer sagt, Dutzende Organisationen arbeiteten Woche für Woche am Pakt. Dort seien unter anderem der Küstenschutz und ein kürzlich gebilligter Entwurf für ein Agrargesetz behandelt worden.
Opposition bezweifelt die Wirkung
Pou hält dagegen, die Regierung habe den Anspruch auf weniger touristisches Wachstum aufgegeben. Nach seiner Darstellung sind von 140 Organisationen, die zur Vorstellung des Pakts kamen, nur noch vier dabei. Er kritisiert außerdem, dass es keine Gesprächsrunde zum Wohnen gab.
Zweieinhalb Jahre nach dem Start des Pakts liege zwar eine Bestandsaufnahme vor, sagt Pou. Maßnahmen gegen die touristische Überlastung vermisst er weiterhin.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com