Stromrechnung steigt auf 106,57 Euro: teuerster September seit 2022
Für einen durchschnittlichen Kunden im regulierten Stromtarif zeichnet sich im September eine Stromrechnung von 106,57 Euro ab. Das wäre die höchste September-Rechnung seit 2022. Der Verbraucherverband Facua legte die Berechnung am 16. September in Madrid vor.
Grundlage ist der sogenannte Precio Voluntario para el Pequeño Consumidor (PVPC), der regulierte Tarif für kleine Verbraucher. Hält das Preisniveau der ersten Septemberhälfte an, liegt die Rechnung damit über 100 Euro im Monat.
Rechnung steigt deutlich gegenüber dem Vorjahr
Gegenüber der ersten Septemberhälfte 2025 ist der Rechnungsbetrag laut Facua um 30,5 Prozent gestiegen. Hochgerechnet hatte die Rechnung damals bei 81,49 Euro gelegen.
Auch im Vergleich zum August geht es weiter nach oben: Die September-Rechnung liegt nach den Daten der ersten Monatshälfte 10,3 Prozent höher. August hatte mit 96,65 Euro bereits als teuerster Monat des laufenden Jahres gegolten.
Seit Mai steigt die Rechnung des von Facua berechneten Durchschnittskunden kontinuierlich: von 75,63 Euro im Mai über 79,08 Euro im Juni und 93,65 Euro im Juli auf 96,65 Euro im August.
Teure Energie in allen Zeitfenstern
Der durchschnittliche Preis für verbrauchte Energie lag in der ersten Septemberhälfte bei 30,36 Cent je kWh in der Spitzenzeit, 20,96 Cent in der Normalzeit und 24,22 Cent in der Talzeit. Die indirekten Steuern sind dabei bereits eingerechnet.
Facua rechnet mit einem Kunden, der 4,4 kW Leistung gebucht hat und monatlich 366 kWh verbraucht. Der Verband fordert von der Regierung weitreichende Änderungen am Strommarkt. Kernenergie und Wasserkraft sollten nach seiner Forderung aus der täglichen Auktion herausgenommen und zu einem staatlich festgelegten Preis abgerechnet werden.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com