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Stromrechnung: 104,31 Euro im September – 28 Prozent mehr

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Für einen durchschnittlichen Haushalt mit reguliertem Stromtarif in Spanien erreicht die Stromrechnung im September 2026 104,31 Euro. Das sind 28 Prozent mehr als im September vor einem Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherorganisation Facua-Consumidores en Acción. Ihre Rechnung gilt für einen Musterhaushalt im sogenannten Precio Voluntario para el Pequeño Consumidor (PVPC), dem regulierten Stromtarif.

Archivo - Una factura del consumo de luz, a 10 de septiembre de 2021, en Madrid (España).
Europa Press

Seit Mai steigt die Rechnung Monat für Monat

Im Mai lag die Rechnung für den Musterhaushalt noch bei 75,63 Euro. Danach stieg sie jeden Monat: auf 79,08 Euro im Juni, 93,65 Euro im Juli und 96,65 Euro im August. Gegenüber August legt sie im September um weitere 7,9 Prozent zu. Für einen September fiel die Rechnung zuletzt 2022 höher aus: Damals betrug sie 137,93 Euro.

Facua rechnet mit einem monatlichen Verbrauch von 366 Kilowattstunden und einer vertraglich vereinbarten Leistung von 4,4 Kilowatt. Wie hoch die tatsächliche Rechnung ausfällt, hängt vom Verbrauch und vom Tarif des jeweiligen Haushalts ab.

Hoher Börsenpreis trifft den regulierten Tarif

Auch der durchschnittliche Strompreis am Großhandelsmarkt, dem sogenannten Pool, liegt im September bei mehr als 143 Euro pro Megawattstunde. Das ist der höchste Stand seit August 2022. Er entspricht aber nicht dem Endpreis für Haushalte: Dazu kommen unter anderem Netzentgelte und weitere Kosten.

Zudem hängt der regulierte Tarif nicht mehr allein vom kurzfristigen Börsenpreis ab. Seit 2024 fließen auch Preise aus längerfristigen Märkten in seine Berechnung ein; 2026 haben diese einen Anteil von 55 Prozent. Preisänderungen am Großhandelsmarkt betreffen vor allem die rund acht Millionen Haushalte mit reguliertem Tarif. Bei Verträgen auf dem freien Markt richtet sich der Preis nach der Vereinbarung mit dem Anbieter.

Steuersenkung bleibt an eine Bedingung geknüpft

Die spanische Regierung hat am Dienstag eine mögliche Steuersenkung für November beschlossen. Sie greift, falls die Teuerungsrate für Energie im September über 15 Prozent liegt. Dann soll die Mehrwertsteuer auf Strom von 21 auf 10 Prozent und die Sondersteuer auf Strom von 5,11 auf 0,5 Prozent sinken.

Hätten diese niedrigeren Steuersätze bereits im September gegolten, wäre die Musterrechnung laut Facua um 13,65 Euro auf 90,66 Euro gesunken. Der Verband hält die Maßnahme für unzureichend und fordert Änderungen bei der Preisbildung am Strommarkt.

Themen: Politik · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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