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Teurer Diesel: Spaniens Bauern planen Proteste

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Spaniens Landwirte und Viehzüchter planen im ganzen Land kurzfristige Proteste: Der Preis für Agrardiesel ist nach Angaben ihrer Verbände nicht mehr tragbar. Am Montag berät die Regierung in Madrid mit der Agrar- und Industriebranche über Hilfen für Familien und Unternehmen.

El vicepresidente primero y ministro de Economía, Comercio y Empresa, Carlos Cuerpo.
Europa Press

Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Carlos Cuerpo trifft sich um 12.30 Uhr mit Vertretern des Agrarsektors. Auch Landwirtschaftsminister Luis Planas nimmt teil. Um 16.00 Uhr folgt ein Gespräch mit der Industrie, an dem Industrieminister Jordi Hereu beteiligt ist.

Dieselpreis setzt Höfe unter Druck

Der Liter Agrardiesel kostete am 7. September laut Landwirtschaftsministerium 1,649 Euro. Das sind 48 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Verbände Asaja, COAG und UPA sehen die Betriebe deshalb in einer „Grenzsituation“.

Besonders kritisch sei der Zeitpunkt: Die Kosten steigen während der Aussaat, der Weinlese und der Maisernte. Auch die Olivenernte beginnt nach Angaben der Organisationen in wenigen Wochen. Neben Treibstoff seien seit Beginn des Konflikts im Iran auch Düngemittel teurer geworden.

Regierung prüft Verlängerung der Hilfen

Die derzeitigen Maßnahmen aus dem Reaktionsplan auf den Krieg laufen am 30. September aus. Cuerpo will mit den betroffenen Branchen über eine Fortsetzung des Schutzes beraten. Besonders im Blick stehen laut dem Minister Transport und Agrarwirtschaft, weil deren Kosten auf weitere Teile der Versorgungskette wirken.

Der Preisdruck hat sich im August verschärft. Die allgemeine Inflation liegt bei 4,25 Prozent und damit sieben Zehntel über dem Wert von Juli. Als Grund nennt die Regierung höhere Energiepreise. Das Analysezentrum Funcas rechnet für September mit bis zu 4,9 Prozent Inflation und erwartet auch danach Werte von mehr als 4 Prozent.

Themen: Arbeitsmarkt · Landwirtschaft · Politik · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com