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Tiefsee-Kalmar vor den Pityusen: Forscher suchen Gen-Bauplan

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Vor den Pityusen sammelte eine Forschungsexpedition Tiefsee-Kalmare. An Bord sicherten Forscher Proben für die Genforschung. Das Projekt Lumica der Universitat de les Illes Balears und des Balearischen Ozeanografischen Zentrums will daraus ein Referenzgenom der Art Histioteuthis reversa erstellen. Die Universität berichtete am 5. November 2026 über das Vorhaben.

Investigadores de Baleares tratan de obtener un genoma de referencia de un calamar de las profundidades marinas
Europa Press

Was die Proben verraten sollen

Ein Referenzgenom ist eine Art Karte des Erbguts. Es hilft Forschern, Gene zu finden, ihre Anordnung zu untersuchen und sie mit denen anderer Arten zu vergleichen. Bei Histioteuthis reversa wollen die Teams nach genetischen Merkmalen suchen, die mit dem Leben in der Tiefe zusammenhängen könnten. Ob sie solche Zusammenhänge finden, ist noch offen.

Die Art lebt in den gemäßigten Gewässern der Nordhalbkugel, ist biologisch und genetisch aber noch wenig erforscht. Kalmare können im tiefen Ozean zugleich Jäger und Beute sein. Wie sie mit den dortigen Bedingungen zurechtkommen, wissen Forscher bislang nur unzureichend.

Proben aus dem Gebiet der Pityusen

Die Exemplare stammen aus der Forschungskampagne Medits im Gebiet der Pityusen. An Bord konservierte das Team sie sofort in flüssigem Stickstoff und lagerte sie später bei -80 °C. Von jedem Tier nahm es unter anderem Muskelproben, um Erbmaterial zu gewinnen.

Für die Auswertung verbinden die Teams verschiedene Verfahren zur Entschlüsselung des Erbguts. Das ist anspruchsvoll: Das Genom von Kopffüßern kann groß und komplex aufgebaut sein. Die Forscher wollen die gewonnenen Daten bis auf die Ebene der Chromosomen ordnen. Ein Ergebnis steht noch nicht fest.

Themen: Natur & Tiere

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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