Parlament stoppt Prüfung von Tirme-Tarif nicht
Der Tarif des Müllkonzessionärs Tirme auf Mallorca bleibt vorerst ohne Prüfung durch die Sindicatura de Cuentas. Das Parlament der Balearen lehnte am Dienstag eine Initiative der sozialistischen Partei PSIB ab, die eine Überprüfung verlangt hatte.
Auslöser ist ein Bericht der Rechnungsprüfung des Inselrats von Mallorca von Ende Juli. Darin wird die Konzession laut PSIB als „ungünstig“ bewertet und mit „schwerwiegenden Auswirkungen“ verbunden.
Streit um Kosten und Tarif 2026
Der PSIB-Abgeordnete Llorenç Pou erklärte, der gezahlte Tarif liege weit über den tatsächlichen Kosten für die Dienstleistung von Tirme. Daraus entstünden Gewinne, die nach seinen Worten „jeder Logik entbehren“.
Pou verwies zudem darauf, dass bei der Tarifbereinigung keine realen Daten verwendet würden. Er forderte den Inselrat von Mallorca außerdem auf, das laufende Verfahren zur Genehmigung des Tarifs für 2026 anzuhalten. Die Quelle nennt jedoch nur die Ablehnung der Initiative zur Prüfung durch die Sindicatura de Cuentas.
PP verweist auf Berichte und Audits
Die PP-Abgeordnete Margalida Pocoví sagte zu, nach den Empfehlungen der Interventionsberichte, juristischen Gutachten und Audits mit Strenge, Transparenz und Verantwortung zu handeln.
Falls nötig, könne der Consell Consultiu und die Sindicatura de Cuentas um eine Stellungnahme gebeten werden. Tirme betreibt unter anderem die Abfallbehandlungsanlage Son Reus auf Mallorca.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com